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Gegen Krieg: 1200 Menschen bei Ostermarsch in Nürnberg

Demonstranten wollen Zeichen für mehr Solidarität und Frieden setzen - 02.04.2018 17:22 Uhr

Mit bunten Bannern und Fahnen zogen die Demonstranten durch die Nürnberger Innenstadt. © Horst Linke


Bunte Fahnen wehen unter blauem Himmel, die Sonne scheint auf die zahlreichen Banner. "Nein zu Militarismus und Krieg" steht darauf, oder "Rüstungsexport ist Völkermord". Etwa 1200 Teilnehmer sind zu der Abschlusskundgebung am Ostermontag an die Lorenzkirche gekommen, sagt Ewald Ziegler vom Nürnberger Friedensforum. Das Bündnis organisiert den Ostermarsch bereits seit 1982.

Ein Zug der Friedensaktivisten zog vom Olof-Palme-Platz im Stadtnorden zu der Kundgebung, ein anderer traf sich am Kopernikusplatz im Süden. Parteien wie die Linke und die SPD, kirchliche Gruppen, Gewerkschaften und Bürgerinitiativen liefen mit. Auch aus Fürth und Ansbach sind Ostermarschierer nach Nürnberg gekommen, die wohl weiteste Anreise hatten Unterstützer aus dem Fichtelgebirge.

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Ostermarsch in Nürnberg: Bunte Fahnen für den Frieden

Zum Abschluss der traditionellen Ostermärsche zogen am Montag hunderte Menschen mit bunten Fahnen und Bannern durch die Nürnberger Innenstadt. An der Schlusskundgebung nahmen laut Veranstalter etwa 1200 Menschen teil, 200 mehr als im Vorjahr.


Anne Rieger vom Bundesausschuss Friedensratschlag war in diesem Jahr die Hauptrednerin. "Wir lehnen jede Kriegsbeteiligung der Bundesregierung ab, jeder Rüstungstransport muss gestoppt werden", sagt sie unter lautem Applaus. Egal ob deutsche Panzer für Erdogan oder Waffenlieferungen nach Israel: Es könne nicht sein, dass Milliarden Euro an Steuergeld für Rüstungsgüter vergeudet würden.

Und die Bundesregierung plane sogar, ihre Ausgaben für Militär und Rüstung in Zukunft jährlich auf die Summe von 70 Milliarden Euro zu verdoppeln. "Wir fordern Pflegekräfte statt Panzer, Bildung statt Mordgeräte und Rente rauf und Rüstung runter", sagt Anne Rieger.

An die eigentliche Osterbotschaft erinnert der Nürnberger Vikar Simon Wiesgickl. "Es geht nicht um Geschenke und Eier, sondern um die Friedensbotschaft in einer Welt voller Unfrieden." Trotz Hass und Gewalt werde sich der Frieden durchsetzen. 

Judith Horn

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