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Giftköder am Spielplatz: 500 Euro Belohnung für Hinweise

Präparierte Fleischbällchen im Archivpark am Friedrich-Ebert-Platz - 16.12.2015 11:27 Uhr

Ein 54-jähriger Nürnberger spazierte am Montagvormittag mit seinem Hund im Archivpark am Friedrich-Ebert-Platz, in dem sich aufgrund des großen Spielplatzes auch immer viele Kinder aufhalten. Dabei entdeckte er mehrere Fleischbällchen, die in der Grünanlage ausgelegt waren. Er sammelte die Gegenstände ein und brachte sie zur Polizei.

Die Bällchen wurden dort seziert und tatsächlich fanden die Beamten im Kern der Kugeln Tabletten. Der verdächtige Inhalt wurde in eine Tierklinik gebracht. Die Mitarbeiter bestätigten, dass es sich dabei um Rattengift handeln könnte. Einen Beleg dafür lieferte die Klinik allerdings nicht.

Präparierte Würstchen

Es ist in diesem Jahr nicht das erste Mal, dass mögliche Giftköder in der Nordstadt gefunden wurden. Im vergangenen April warnte der Vorstadtverein Nürnberg-Nord eindringlich vor Giftködern in seinem Einzugsbereich. Im Volkspark Marienberg, aber auch im Stadtpark hätten besorgte Bürger mehrmals verdächtige Fleischstücke gefunden. Zwei Hunde sollen daran sogar verendet sein. Die unbekannten Täter versteckten das Gift zum Beispiel in Wiener Würstchen. Dadurch könnten sie auch für Kinder gefährlich werden.

Um die Suche nach dem aktuellen Täter zu unterstützen, setzt PETA Deutschland e.V.  eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an die Tierrechtsorganisation zu wenden – auch anonym.

PETA weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von Giftködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Funde von präparierten Ködern sollten umgehend der Behörde gemeldet werden. Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können.
 
Wer hat Verdächtiges im Archivpark wahrgenommen? Die Polizei Nürnberg bittet um Zeugenhinweise unter 09 11 / 91 95 - 0. 

sb

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