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Grünes Licht: Frankenschnellweg kann ausgebaut werden

Regierung übergibt Planfeststellungsbeschluss - Anwohner können aber noch klagen - 05.07.2013 14:24 Uhr

Dichter Verkehr gehört zur Normalität auf dem Frankenschnellweg, oft stauen sich die Fahrzeuge.

Dichter Verkehr gehört zur Normalität auf dem Frankenschnellweg, oft stauen sich die Fahrzeuge. © Stefan Hippel


Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) nahm den Planfeststellungsbeschluss im Beisein des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann und Finanzminister Markus Söder (beide CSU) entgegen. Söder meinte: "An diesem Tag findet eine 40-jährige Diskussion ein Ende."  Kabinettskollege Herrmann sprach von einem großen Tag für Nürnberg und die Region. Der kreuzungsfreie Ausbau des Frankenschnellwegs sei das größte kommunale Verkehrsprojekt Nordbayerns, nur vergleichbar mit dem Mittleren Ring in München.

Hauptschlagader der Region

"Der Frankenschnellweg ist die Aorta des Fahrzeugverkehrs in der Region", sagte OB Maly. Er erwartet sich von dem Ausbau eine Entlastung des gesamten Nürnberger Westens, die sich vom Plärrer bis nach Fürth bemerkbar machen werde. 

Der Tunnel im "Abschnitt Mitte" von der Rothenburger Straße bis zur Otto-Brenner-Brücke ist das Kernstück des Projekts.

Der Tunnel im "Abschnitt Mitte" von der Rothenburger Straße bis zur Otto-Brenner-Brücke ist das Kernstück des Projekts. © Stadt Nürnberg


Der Plan liegt nun vom 18. bis 31. Juli in Nürnberg öffentlich aus. Im August können Anwohner Klage gegen den Beschluss einreichen. Einige haben bereits rechtliche Schritte angedroht. Nach den bisherigen Planungen sollen 2014 die vorbereitenden Maßnahmen stattfinden. Der eigentliche Baubeginn ist dann ab 2015 möglich - abhängig von dem Stand möglicher Gerichtsverfahren.  Als reine Bauzeit sind acht Jahre veranschlagt. Die Kosten werden auf 449 Millionen Euro geschätzt, der Zuschuss des Freistaats beträgt bis zu 395 Millionen Euro.

Auch die Grünen hatten zuletzt versucht, den Ausbau des Frankenschnellwegs noch zu verhindern. Ein Gutachten, das die Landtagsfraktion in München in Auftrag gegeben hatte, war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Frankenschnellweg nach der Umgestaltung keine Kreisstraße, sondern eine Autobahn wäre. Damit wäre nicht die Stadt Nürnberg, sondern der Bund zuständig für das Projekt. Diese Darstellung hatten sowohl Maly als auch die Stadtratsfraktion der CSU zurückgewiesen.

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Ein Mammutprojekt: Die lange Geschichte des Frankenschnellwegs

Bereits in den 20er Jahren kam die Idee einer "neuzeitlichen Schnellstraße" zwischen Nürnberg und Fürth auf. Etwa 30 Jahre später lagen die ersten konkreten Pläne für den Bau des heutigen Frankenschnellweg vor - ein zur damaligen Zeit kolossales und millionenschweres Projekt.


Der Artikel wurde aktualisiert um 14.24 Uhr. 

apf

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