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Hetze gegen Muslime: War NPD-Mann auch in FCN-Fanclub?

Bündnis Nazistopp hat Zweifel an der Darstellung des Vereins - 18.04.2018 15:20 Uhr

Fans des FCN setzten in der Vergangenheit ein klares Bekenntnis gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wurden 2013 mit dem Julius Hirsch-Preis prämiert. © Foto: Wolfgang Zink/DaMa


Anfang des Jahres kam heraus, dass das 47-jährige Vorstandsmitglied des Fanvereins "The Club Warriors Nürnberg" auch zweiter Vorsitzender im Nürnberger Kreisverband der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) ist. Es stand die Frage im Raum, ob der 1. FCN dem Verein den Status als offizieller FCN-Fanclub entzieht. Schließlich ist der Zweitligist seit 2012 Mitglied in der Allianz gegen Rechtsextremismus.

"Wir haben uns immer klar positioniert, wenn rassistische, fremdenfeindliche oder antisemitische Gesinnung zutage getreten ist. Bei Anhängern der NPD setzt deren politische Weltanschauung ein Fehlverhalten voraus. Es liegt damit eine Haltung vor, die im krassen Widerspruch zu den Werten steht, die wir in unserer Satzung verankert haben", antwortet FCN-Sprecherin Katharina Fritsch auf Anfrage.

Dem Fanclub müsse aber nicht der Status entzogen werden. Denn: Die "Warriors" seien der Forderung nachgekommen, Frank Auterhoff auszuschließen. Das behauptet auch der Fanclub-Vorsitzende Maximilian Gienapp. Daran hat aber das "Nürnberger Bündnis Nazistopp" erhebliche Zweifel. "Das ist wenig glaubwürdig", so Bündnissprecher Ulli Schneeweiß. Auf der Webseite des Fanclubs heißt es nach wie vor: "Bin der Boss, für alles andere ist der Frank (Auterhoff; Anm. d. Red.) da." Und: Wer Mitglied im Fan-Club werden will, der muss sich laut Webseite an Auterhoff wenden. 

Alexander Brock

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