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Hitlergruß im Saal 600: Verfahren gegen Ittner-Verlobte

Prozess gegen Zirndorfer Neonazi: Lebensgefährtin trat als Zeugin auf - 15.04.2015 09:35 Uhr

Informationen lieferte die Frau vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth allerdings nicht. Sie berief sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht als Verlobte des Angeklagten. Vergangene Woche hatte sie sich spontan aus dem Zuhörerraum zu Wort gemeldet. Sie war daraufhin vom Gericht zu Kontakten ihres Lebensgefährten mit möglichen Gesinnungsgenossen befragt worden.

Gegen die Frau laufen Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, hatte sie doch vergangene Woche im historischen Schwurgerichtssaal 600 den Arm zum Hitlergruß erhoben. Mehrere Justizmitarbeiter hatten das beobachtet. Oberstaatsanwalt Michael Schrotberger leitete daraufhin das Verfahren ein.

Gerhard Ittner, der wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole angeklagt ist, beschwerte sich am Dienstag erneut, dass er sich nicht ausreichend auf das Verfahren vorbereiten konnte. Er habe keinen Einblick in den Großteil der Akten bekommen. Eine Verantwortung dafür wies die Vorsitzende Richterin Barbara Richter-Zeininger zurück. „Es ist Sache der Verteidiger, welche Teile der Akte sie Ihnen geben“, so die Richterin. Zuletzt hatte Ittner die Nerven der Prozessbeteiligten immer wieder mit langwierigen und teils wirren Ausführungen strapaziert. Der Prozess wird fortgesetzt. 

Clara Grau

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