Montag, 18.12. - 11:39 Uhr

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IKEA Nürnberg: Antworten auf häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zum IKEA Neubau in Nürnberg liefert das IKEA Bürgerforum. © IKEA


Warum möchten Sie in Nürnberg investieren, was macht die Attraktivität des Standortes für Sie aus?

Wir möchten näher bei den Menschen sein und unseren Kunden in Deutschland ein IKEA Einrichtungshaus innerhalb einer Fahrtzeit von 20 bis 40 Minuten ermöglichen.

Nürnberg ist ein sehr attraktiver Einzelhandelsstandort mit einer hohen Kaufkraft, einer weiter zunehmenden Bevölkerungsentwicklung und einem großen Einzugsgebiet. Hinzu kommt, dass wir mit dem IKEA Standort in Fürth schon seit längerem an die Kapazitätsgrenzen stoßen. Das geplante Einrichtungshaus in Nürnberg wird den Fürther Standort deshalb künftig entlasten.

Überzeugt haben uns die Lage des Standortes im südlichen Raum von Nürnberg, der Flächenzuschnitt sowie, dass die Fläche nahezu voll versiegelt ist. Auch die besonders gute Verkehrsanbindung spricht für diesen Standort.

Der nächste, bereits bestehende IKEA Standort ist in Fürth, nur zehn Kilometer entfernt. Wieso ist hier noch ein zweiter Standort geplant?

Die Metropolregion Nürnberg ist in unseren Augen hervorragend geeignet für die Ansiedlung eines zweiten Einrichtungshauses und der geplante Standort im Süden von Nürnberg eine sinnvolle Ergänzung zu Fürth.

Neben dem Nürnberger Innenstadtgebiet möchten wir vor allem die südliche Region besser erschließen und das Einrichtungshaus in Fürth entlasten. Der zusätzliche Standort bietet uns die Möglichkeit, unseren Kunden einen höheren Service, eine optimale Warenverfügbarkeit und somit ein besseres Einkaufserlebnis zu ermöglichen.

Da auch die Zahl der Onlinebestellungen weiter zunimmt, wird Fürth durch diese Entlastung die Möglichkeit bekommen, künftig seine Kapazitäten für "Click and Collect" zu erweitern – also für jene Kunden, die ihre Produkte online bestellen und vor Ort im Einrichtungshaus abholen möchten.

Vor allem die Kunden aus der Nürnberger Innenstadt und dem südlichen Umland werden dabei künftig von kürzeren Wegen zu ihrem nächsten IKEA Einrichtungshaus profitieren.

Wie werden Sie die Bürger informieren?

Wir möchten überall ein guter Nachbar sein und besonders die Menschen vor Ort informieren, ihnen zuhören und Anregungen gerne aufnehmen. Eine transparente, offene Kommunikation ist dabei unser wichtigster Grundsatz. Dazu gehört für uns grundsätzlich, dass wir mit allen Beteiligten in den Dialog treten, sei es durch Veranstaltungen vor Ort, Online-Foren oder die direkte Erreichbarkeit. 

Mit wie vielen Fahrzeugen rechnen Sie an normalen und an frequenzstarken Tagen wie Freitags/Samstag?

Durchschnittlich rechnen wir an einem normalen Werktag mit bis zu 4.600 Fahrzeugen, an Freitagen mit 4.800 Fahrzeugen und an Spitzentagen wie dem Samstag mit 6.900 Fahrzeugen.

Nach ersten Erkenntnissen aus dem Verkehrsgutachten ist das Thema Verkehr mit einigen Verbesserungsmaßnahmen gut lösbar.

Wie werden Sie den Verkehr abwickeln?

Ein funktionierender Verkehrsfluss ist auch für uns von größtem Interesse. Gleichzeitig tun wir alles, um mögliche Beeinträchtigungen für die Nachbarn so gering wie möglich zu halten.

Wir erwarten den größten Besucherstrom aus der südlichen Nürnberger Region. Dabei gehen wir davon aus, dass auch unsere Kunden aus der Innenstadt uns häufiger besuchen werden (Innenstadtgebiet 43,7 % und südliche Region 56,3 %).

Die Verkehrsanbindung ist schon jetzt hervorragend: Die vierspurige Regensburger Straße bietet eine gute Anbindung und kurze Wege sowohl zur Innenstadt von Nürnberg als auch zu den Autobahnen A6 und A9. Gemeinsam mit der Stadt sind wir aktuell in der Abstimmung für das Verkehrskonzept an dem geplanten Standort. Dazu gehören die Errichtung zusätzlicher Abbiegespuren für die Zu- und Abfahrt sowie eines Kreisels an der Zufahrt zum Einrichtungshaus.

Wir möchten, dass möglichst viele Menschen mit Bus zu uns kommen, unser Ziel für IKEA in Nürnberg ist ein ÖPNV-Anteil von 15 Prozent. Geplant ist deshalb eine Verlängerung der Buslinie 44 sowie ein maßgeschneidertes Lieferkonzept, dass es den Kunden ermöglicht, ihre gekauften Waren nach Hause liefern zu lassen. Der Standort verfügt aktuell noch über keine eigene Haltestelle für öffentliche Verkehrsmittel. Die Bushaltestelle der Linie 44 "Zerzabelshof Ost" liegt etwa 200 Meter entfernt und soll zum Grundstück des Einrichtungshauses fortgeführt werden. Die nächste S-Bahnstation befindet sich am Frankenstadion, ca. 1,2 Kilometer entfernt.

Welche möglichen Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen bieten Sie an?

Umwelt- und Artenschutz sind für uns besonders wichtige Anliegen. Nachhaltigkeit wird bei uns groß geschrieben, beginnend bei den Planungen über den Bau bis hin zum Betrieb eines IKEA Einrichtungshauses.

Bereits seit fast fünf Jahren arbeiten wir eng mit dem NABU-Bundesverband zusammen, um eine besonders naturverträgliche Gestaltung und Bebauung unserer Standorte zu ermöglichen. Die Auswirkungen auf Natur und Umwelt, die mit der Erschließung neuer Standorte einhergehen, sollen so reduziert werden.

Wenn wir neue Einrichtungshäuser bauen, unternehmen wir alles, um sie von Anfang an möglichst energieeffizient zu machen und setzen dabei auf erneuerbare Energien. Außerdem suchen wir stets nach Möglichkeiten, in den bereits bestehenden Einrichtungshäusern Strom zu sparen, zum Beispiel mit effizienteren Heizungs-, Ventilations- und Klimaanlagen. Alle unsere Standorte in Deutschland sind mit besonders energieeffizienten LED-Lampen ausgestattet. Zudem verkaufen wir ausschließlich LED-Lampen sowie weitere energieeffiziente Produkte, um auch unseren Kunden zuhause dabei zu helfen, Energie zu sparen.

Für den Standort Nürnberg untersuchen wir zurzeit verschiedene Möglichkeiten der Energieversorgung, z.B. Solarenergie und Geothermie.

Zum Thema Umweltschutz gehört für uns außerdem ein individuelles Liefer- und Mobilitätskonzept. Mögliche Maßnahmen sind beispielsweise Car-Sharing, Leihtransporter oder E-Bikes. 

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