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Im Tiergarten Nürnberg mussten 60 Tiere getötet werden

Unvermeidliches Instrument des Populationsmangements - 13.02.2016 06:00 Uhr

Zuletzt tötete der Tiergarten eine Fuchsmanguste - aufgrund des Populationsmanagements. © Tiergarten/Stadt Nürnberg/Björn Jordan


In den vergangenen Jahren schwankte die Zahl der getöteten Tiere zwischen 31 (2013) und 60 (2015). Zuletzt war es eine Fuchsmanguste, die wegen des Populationsmanagements getötet wurde. Dadurch soll die langfristige Erhaltung von genetisch variablen Zuchtgruppen gesichert werden - und im Einzelfall eben Empfängnisverhütung oder Tötung in Kauf genommen werden.

Tiergarten-Chef Dag Encke sagte bei einem Vortrag im Naturkundehaus, dass "kein Tier überflüssig, aber einige überzählig sind". Der Fachmann wies auch auf das Spannungsfeld zwischen biologischer Notwendigkeit und emotionaler Bindung an ein Tier hin, "von dem auch wir nicht frei sind".

Häufig werde - obwohl es biologisch geboten wäre - von einer Tötung abgesehen. Ein großes Problem sind derzeit elf überzählige Paviane, die derzeit im Gut Mittelbüg bei Schwaig ausgelagert sind. Noch ist unklar, ob sich diese Primaten an einen anderen Zoo vermittelt werden können.

"Wir hatten bereits einen Transport nach China organisiert, der aber von chinesischer Seite dann wieder kurzfristig abgesagt wurde. Nun haben wir nach langem Suchen wieder einen Zoo in China gefunden, der den europäischen Anforderungen an die Haltung der Paviane gerecht wird und hoffen, dass es diesmal klappt", sagte Encke auf Nachfrage der Nürnberger Nachrichten

husa

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