Dienstag, 13.11.2018

|

Knöllchen-Marathon: Nürnberg kämpft gegen Falschparker

Stadt und Behörden starten Plakataktion - Feuerwehr: Falschparker sind Gefahr - 25.10.2018 18:42 Uhr

Ein parkendes Auto ragt ein Stück in eine Kurve. Das Einsatzfahrzeug der Feuerwehr kommt kaum vorbei.Fotos: Michael Matejka


An drei Tagen sind der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung und die Polizei gemeinsam verstärkt unterwegs, ähnlich wie beim Blitzer-Marathon - also diesmal ein Knöllchen Marathon. Am 6. November sind Polizisten und Verkehrsüberwacher dafür in der Innenstadt unterwegs, am 7. November in Schweinau, St. Leonhard und Röthenbach und am 8. November in Langwasser. Dort werden Parksünder verstärkt zur Kasse gebeten. Und bei diesen Aktionstagen soll es nicht bleiben, weitere sollen folgen.

Bilderstrecke zum Thema

Keine Kavaliersdelikte: Strafen und Bußgelder für Alltagssünden

Fast jeder hat es schon mal getan: bei Rot über die Straße gelaufen, das alte Sofa im Hinterhof entsorgt oder in den nächsten Busch gepinkelt. Kleinigkeiten? Vielleicht - doch wer erwischt wird, muss zahlen. Hier erfahren Sie, wieviel die kleinen Verstöße des Alltags kosten.


Nürnbergs Zweiter Bürgemeister Christian Vogel macht aber deutlich, dass es eben nicht ums "abkassieren" geht, sondern vielmehr um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie gefährlich solche Parkvergehen sind. "Falschparken kostet Leben" lautet ein Slogan, der auf Plakaten an 50 Stellen in der Stadt zu sehen sein wird. Zu oft behindern falsch geparkte Autos die Notallhelfer der Feuerwehr. Und nicht nur die: Auch Notärzte, Rettungssanitäter, Polizei und andere Hilfskräfte werden immer wieder durch Falschparker ausgebremst.

Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr verlieren Zeit, wenn in zweiter Reihe geparkt wird, Falschparker enge Kreuzungern unpassierbar machen oder Feuerwehrzufahrten zugestellt sind.

Mit einer Plakataktion an den Nürnberger Ausfallstraßen sollen Verkehrsteilnehmer sensibilisiert werden. Flankiert wird die Aktion durch Kontrollen und Einsätze von Polizei und der kommunalen Verkehrsüberwachung. © Roland Fengler


Insgesamt mussten in Nürnberg im zurückliegenden Jahr (Oktober 2017 bis Oktober 2018) alleine von der Kommunalen Verkehrsüberwachung deshalb rund 4000 Verwarnungen ausgesprochen werden, weil Vorschriften zum Parken und Halten vor Rettungswegen und Anfahrtszonen missachtet worden waren. Vor allem dort, wo häufig in zweiter Reihe oder in Kurven geparkt wird, zum Beispiel in der Nürnberger Altstadt.

"Wir wollen niemanden schikanieren", sagt Christian Vogel. "Aber der Slogan muss in die Köpfe. Morgen kann es der Nachbar, der Vater oder man selbst sein, der schnelle Hilfe benötigt." Dann sollte den Rettern nichts im Weg stehen. 

Timo Schickler Lokalredaktion Nürnberg E-Mail

39

39 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg