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Kulinarische Entdeckungsreise mit Kichererbsen und Koriander

Israelische Küche im "Tel Aviv-Jaffa" - 22.09.2011 18:54 Uhr

Wunderbar aromatische Küche: Im Tel Aviv-Jaffa kochen Levana Emmert und Adi Wolff Gerichte aus Israel. © Hagen Gerullis


Mitte Juli eröffneten sie in direkter Nachbarschaft zu „Auf AEG“ das Bistro „Tel Aviv-Jaffa“ und verwöhnen ihre Gäste seitdem mit wunderbar aromatischen Gerichten und herzlicher Gastfreundschaft.

Dicke rote Kissen laden zum Verweilen auf den breiten Fensterbrettern ein. Von hier aus hat man einen guten Blick über den schlicht gehaltenen Gastraum, in dem bunte Glaslampen und Gemälde von Tangotänzern optische Akzente setzen. Und man hat die Wandtafel im Auge, auf der die wechselnden Tagesgerichte angeschrieben werden.

Eine heiße Karottensuppe wird zunächst gereicht, dann empfehlen Adi Wolff und Levana Emmert würzige, gefüllte Sardinen und einen herrlich erfrischenden Bulgursalat mit Granatapfel, frischen Kräutern und Rosinen.

Koriander, Knoblauch, Minze – in jedem Gericht kommen die frischen Zutaten optimal zur Geltung. Mal erinnert ein Gericht an den letzten Italienurlaub, dann schmeckt es orientalisch: „In Israel kommen Leute aus aller Welt zusammen und jeder bringt seine besonderen Zutaten und Gewürze mit“, erklärt Levana Emmert das Besondere an der israelischen Küche.

Im strengen Sinne koscher kochen die beiden Frauen nicht. „Dann müsste man fast alle Zutaten aus Israel holen“, so Adi Wolff. Für jüdische Familienfeiern bieten sie diesen Service aber nach Voranmeldung an. Dann wird die Küche nach speziellen Vorgaben gereinigt. In der Regel würden die Gäste jüdischen Glaubens zu Fisch und vegetarischen Spezialitäten greifen, und so ihre Speisevorschriften einhalten. Egal ob gläubig oder nicht: bei den Israelis, die in der Region leben, hat sich das „Tel Aviv-Jaffa“ binnen weniger Wochen zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. So kommt zum Beispiel ein israelischer Profisportler, der wochenlang fast nur von gekochten Kartoffeln lebte, regelmäßig in die Spohrstraße.

Bei israelischen und fränkischen Gästen gleichermaßen beliebt sind die Antipasti – etwa acht bis zehn verschiedene Sorten gibt es täglich zur Auswahl (je nach Portionsgröße für 6 oder 12 Euro). Zum Beispiel Humus und Falafel, Taboulé, Rote Beete mit Knoblauch oder Chili und Baba Ganusch – sie alle werden frisch nach traditionellen Rezepten zubereitet. „Wir sind ein Paradies für Vegetarier“, schwärmt Levana Emmert, deren Sohn seit über 25 Jahren fleischlos isst. Zweimal in der Woche (Mittwoch und Freitag) gibt es Fisch, aber auch regelmäßig Fleisch – meist Hühnchen oder Rind, jedoch kein Schwein. Zu allen Gerichten passt die selbst gemachte Zitronenlimonade mit Minze.

Gut zwei Monate nach der Eröffnung wird das neue Bistro im Nürnberger Westen so gut angenommen, dass Adi Wolff und Levana Emmert ab Oktober ihre Öffnungszeiten erweitern möchten. Derzeit hat das Lokal wochentags ab 12 Uhr geöffnet, künftig dürfen die Gäste auch am Samstag zwischen 17 und 23 Uhr kommen. Auch ein gemütlicher Sonntagsbrunch ist ab Oktober einmal im Monat geplant.

Beibehalten wird auf jeden Fall der Tango-Abend am Donnerstag ab 20 Uhr, berichtet die leidenschaftliche Tänzerin Levana Emmert. Nach einem Schnupperkurs für Anfänger dürfen ab 21 bis 1 Uhr die Tango-Profis aufs Parkett.

Mehr Informationen über das Tel Aviv-Jaffa in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

Clara Grau E-Mail

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