Montag, 17.12.2018

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"!KunstCAMP!" und Sommercamp begeistern

Die jungen Teilnehmer erleben "ein tolles Gemeinschaftserlebnis" - 13.08.2013 10:00 Uhr

Wie im Mittelalter: Mit Federkiel und Tinte üben sich die Teilnehmer des Sommercamps im altertümlichen Schreiben — blaue Hände inklusive. © Michael Matejka


Das Sommercamp der Bürgerstiftung Nürnberg steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ab ins Mittelalter“. Noch bis zum 16. August begeben sich die teilnehmenden Kinder deshalb mit zehn Lehramtsstudenten der Friedrich-Alexander-Universität auf eine spannende Zeitreise. „Wir malen und basteln, erzählen Geschichten, machen Ausflüge und erforschen gemeinsam das Leben der damaligen Zeit“, erzählt Michaela Dudek.

Als wissenschaftliche und pädagogische Leitung des Sommercamps hat sie das Programm zusammen mit den Studenten erarbeitet. Zwei Punkte sind ihr dabei besonders wichtig: „Wir wollen den Kindern auf spielerische Art und Weise zeigen, dass Lernen Spaß machen kann. Für viele ist das eine ganz neue, positive Erfahrung. Dabei ist uns die sprachliche Förderung besonders wichtig.“ Und auch den angehenden Lehrerinnen und Lehrern soll die außerschulische Bildungsmaßnahme dabei helfen, ihre pädagogischen Fähigkeiten in der Praxis zu testen: „Das Camp ist eine gute Möglichkeit, um verantwortliches Handeln in der Gruppe zu trainieren“, bestätigt Studentin Eva Löffler (27). Und wie kommt die bunte Mischung bei den Kindern an? „Es ist richtig toll hier“, freut sich Benni Danzis (11). „Besonders gut gefällt mir unser Thema, das Mittelalter. Die Maschinen und die Technik der damaligen Zeit sind total spannend!“

Kinder aus allen Nationen beim "!KunstCAMP!"

Ebenso begeistert sind die jungen Mitglieder des „!KunstCAMP!“. Gleich zweimal wird man in der Stadtbibliothek von den Teilnehmern begrüßt — auf Deutsch und Äthiopisch. Das soll zeigen, dass Kinder aus allen Nationen willkommen sind und nicht nur Deutsche teilgenommen haben. Dort haben sich 13 Jugendliche des Ferienprogramms versammelt, um ihre selbst gemachten Kunstwerke zu präsentieren.

Fünfmal die Woche haben sie sich vorher im „Südpunkt“ getroffen. Neben den verschiedenen Techniken lernten sie auch viel über Zeitmanagement und Organisation. Die Vernissage war das Ziel des einwöchigen Kunstcamps. Dafür haben sich die jungen Mitglieder in Arbeitsgruppen aufgeteilt. „Wer macht die Moderation, wer kümmert sich ums Essen?“, erklärt die Studentin Juliana Gargiulo, die das Camp mit ihrer Kommilitonin Jule Weinzierl betreut hat.

Das Feriencamp wurde dieses Jahr das erste Mal angeboten und von Dorothee Dietz vom Kreisjugendring auf Nachfrage des Bildungszentrums Nürnberg organisiert. Es ist vor allem für Kinder aus „bildungsfernen“ Familien ausgerichtet. Die jungen Mitglieder sollen hier die Möglichkeit bekommen, sich als Künstler zu entdecken. Das Projekt findet im Rahmen von „talentCAMPus“ statt.

„Wir haben viel dazugelernt und würden das Camp nächstes Jahr wieder besuchen“, sagen Pia und Sarah, zehn und elf Jahre alt. „Mir hat das Graffitisprühen am meisten Spaß gemacht“, erklärt Janina (12).

Man kann an der Begeisterung der Eltern und teilnehmenden Kinder erkennen, dass das Programm gut angekommen ist und wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren angeboten wird. 

Marie-Louise Schlutuis/Christine Neumeyerß

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