13°

Freitag, 30.09. - 06:57 Uhr

|

Lautstarker Protest gegen zwei Dutzend Rechte vor SPD-Haus

Sozialdemokraten organisieren Gegendemo in der Karl-Bröger-Straße - 19.03.2016 19:21 Uhr

Der Mini-Kundgebung der "Rechte" steht am Samstag vor dem Karl-Bröger-Haus in Nürnberg eine große Zahl von Gegendemonstranten gegenüber.

Der Mini-Kundgebung der "Rechte" steht am Samstag vor dem Karl-Bröger-Haus in Nürnberg eine große Zahl von Gegendemonstranten gegenüber. © cs


Am Samstag um 15 Uhr stellten sich die Teilnehmer der Gegendemo "schützend vor dem Gebäude" auf, so Rüdiger Löster, SPD-Geschäftsführer in Nürnberg und Mittelfranken. Die Aktion soll ein Symbol mit Blick auf die Ereignisse im März 1933 sein. Kurz darauf marschierten ungefähr zwei Dutzend Rechte von der Kleinstpartei "Die Rechte" vor dem Gebäude auf und provozierten die rund 500 Gegendemonstranten durch das Schwenken von Reichsflaggen. Wie die Polizei berichtet, versuchten zu Beginn der Kundgebung circa 50 Personen aus dem "linksautonomen Spektrum" die Polizeiabsperrung zu durchbrechen. Mehrere Einsatzkräfte verhinderten die Aktion, indem sie die Demonstranten mit Schlagstöcken abdrängten. Danach kam es nach Polizeiangaben zu keinen nennenswerten Störungen mehr. 

Die Rede von Sigrid Schüßler (Ex-NPD) war wegen der lautstarken Proteste nicht zu hören. Angemeldet wurde die Veranstaltung vom Ex-NPD-Mann Rainer Biller.

Bilderstrecke zum Thema

Demo und Gegendemo vor dem SPD-Haus Karl-Bröger-Str Demo und Gegendemo vor dem SPD-Haus Karl-Bröger-Str Demo und Gegendemo vor dem SPD-Haus Karl-Bröger-Str
Mit viel Lärm: Hunderte protestieren gegen "Die Rechte"-Demo

Lautstarken Protest von Seiten der Gegendemonstration erntete eine Handvoll Rechtsextremer, die vor dem Karl-Bröger-Haus aufgezogen war. Die Partei "Die Rechte" hatte die Kundgebung direkt vor dem SPD-Haus angemeldet. Hunderte Demonstrierende zeigten Flagge gegen die Neonazis und verhinderten mit viel Krach, dass deren Reden gehört wurden.


In der Nacht zum 10. März 1933 stürmten SA-Horden unter dem Kommando von Julius Streicher das Verlagshaus der Sozialdemokraten, das heutige Karl-Bröger-Haus an der Karl-Bröger-Straße 9. Die Nazis zerstörten damals Druckmaschinen und Inventar, verhafteten anwesende Redakteure. Eine Gedenktafel vor dem Gebäude erinnert heute an 266 Sozialdemokraten, die während der NS-Diktatur getötet wurden.

 

  

nn

Mail an die Redaktion

Seite drucken

Seite versenden