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Lungenentzündungen: Die besten Kliniken der Region

Sulzbach-Rosenberg gewinnt bei Pneumonie-Behandlung im NZ-Klinikcheck - 24.06.2017 06:00 Uhr

Thomas Rauner, Oberarzt der Notaufnahme, und Klaus Nester, Ärztlicher Direktor, auf der Intensivstation des St. Anna Krankenhauses in Sulzbach-Rosenberg. © Christina Merkel


In Folge Sechs steht die Behandlung der Lungenentzündung, auch Pneumonie genannt, im Mittelpunkt. Unter den 33 verglichenen Krankenhäusern belegt hier das St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg den ersten Platz, gefolgt vom Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen und dem Klinikum Neumarkt. In der Spitzengruppe sind außerdem die Steigerwaldklinik Burgebrach, das Martha-Maria in Nürnberg und die Klinik Fränkische Schweiz in Ebermannstadt.

Wenn dem Gehirn Sauerstoff fehlt, wird es richtig gefährlich. Wenige Minuten entscheiden dann über Leben und Tod. Deshalb muss es bei einer Lungenentzündung schnell gehen. "Ich habe den Ehrgeiz, 30 bis 60 Minuten nach Einlieferung mit der Antibiotika-Therapie zu beginnen", sagt Thomas Rauner, Oberarzt in der Notaufnahme im St. Anna Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg.

Klinikranking in der Region. © NZ-Infografik




Meistens sind es Bakterien, die sich in der Lunge festsetzen und das Gewebe entzünden. Eine gesunde Lunge kann damit umgehen: Millionen kleiner Härchen überziehen die Schleimhäute und transportieren Staub und Krankheitserreger ab. Bei einer vorbelasteten Lunge, durch Rauchen oder Feinstaub, versagen die Selbstreinigungskräfte allerdings. "Wir fragen immer ab, was im Laufe des Lebens schon passiert ist", erklärt Rauner. In der Printausgabe der Nürnberger Zeitung erklärt der Oberarzt , was die Diagnose der Lungenentzündung so schwierig macht und wie sie heutzutage behandelt werden kann.

Versorgungsqualität anheben

"Ziel unseres Projekts ist es, die Versorgungsqualität in der Region insgesamt anzuheben", erklärt Prof. Martin Emmert, der verantwortliche Wissenschaftler am Nürnberger Lehrstuhl für Versorgungsmanagement. Der Klinikckeck beruht auf medizinischen Kriterin und Patientenumfragen zur Zufriedenheit. In den USA hätten ähnliche Ranglisten Kliniken zu Verbesserungen anregen können. Auch könnten niedergelassene Ärzte damit ihre Patienten gezielter beraten.

Im NZ-Klinikcheck schneiden die Kandidaten bei den betrachteten Behandlungsarten ganz unterschiedlich ab. Große, kleine oder spezialisierte Häuser können im Wechsel punkten. Für Emmert ist das ein wichtiges Ergebnis: "Wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren, dass man sich nicht nur generell über ein Krankenhaus informieren sollte, sondern dass es deutliche Unterschiede je nach Fachgebiet geben kann."



Von Häusern in der weniger guten Kategorie 3 ist keineswegs allgemein abzuraten. Für ihre schlechteren Ergebnisse im regionalen Vergleich sind teilweise geringe Unterschiede ausschlaggebend. Obwohl das Ranking zur Krankenhauswahl beitragen könne, dürfe es nicht die einzige Informationsquelle sein, rät Martin Emmert. "Es ist natürlich weiterhin wichtig, dass Patienten mit ihrem Arzt darüber sprechen und gemeinsam entscheiden."

Details, Tabellen und Hintergründe zum Forschungsprojekt Klinikcheck hier.  

Christina Merkel

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