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Mahlenbrey spürt kostbare Ölquellen auf

Babassu und Hanf – Körperpflege mit Anspruch - 16.02.2013 10:00 Uhr

Brigitte Mahlenbrey ist der Fasziniation des Öls erlegen – des hochwertigen Öls. © Anja Kummerow


Das ist der Anspruch, den Brigitte Mahlenbrey an ihre Produkte hat. Sie sollen nachhaltig wirken. Mit ihrer Firma Mahlenbrey GmbH produziert und vertreibt sie die Öle über den Webshop oder über Bioläden wie Aphrodite in Nürnberg: Auf der Schwestermesse der BioFach, der Vivaness, stellt die Unternehmerin Hautöle mit CIS-Effekt vor – was wie „Kiss“ gesprochen werden soll: Öl, das die Haut küsst.

Hinter dem Wort CIS verbirgt sich eine Fettsäure, „die in molekularer Struktur vorliegen muss, damit die Vitamine und Spurenelemente optimal wirken können“, erklärt Mahlenbrey. Und das können sie am besten tief in der Haut. Doch dorthin dringen sie eben nur vor, wenn die Moleküle die richtige Struktur haben. Der Effekt erschließt sich bei einem Test sofort. Kaum aufgetragen, ist das Öl auch schon sofort von der Haut absorbiert. Zurück bleibt – statt eines Films – nichts als weiche Haut.

Neun Öle hat sie im Sortiment, die alle nach nichts anderem duften als ihrem Ursprungsprodukt – mitunter also auch duftneutral sind. Von Avocadoöl, das sich besonders gut zur Narbenpflege eignet, über Öl aus der brasilianischen Palmenart Babassu, die besonders viel Feuchtigkeit spendet bis hin zu Sesamöl mit seinen straffenden Eigenschaften reicht die Palette. Das Hanföl mit seiner entzündungshemmenden Wirkung eigne sich besonders gut für Neurodermitiker.

Brigitte Mahlenbreys ganz persönlicher Favorit ist das aus einer Wüstenpflanze gewonnene Öl: Jojoba. Wegen seines Nährstoffreichtums wird es auch „das Kostbare“ genannt. Das Mandelöl, das von allen Ölen am tiefsten in die Haut einziehen und sie damit von innen heraus stärken könne, empfehle sich hingegen besonders für sensible Haut. „Das macht es auch so wichtig für die Babypflege, denn die Haut von Kleinkindern ist erst ab zwei Jahren richtig ausgebildet“, weiß Mahlenbrey. Vorher sei die Hautbarriere noch durchlässig, weshalb man auch mit künstlichen Duftstoffen sehr vorsichtig agieren müsse. Nicht ganz einfach: „Konventionelle Babypflege enthält mitunter achtmal so viele Duftstoffe wie Erwachsenenpflege.“

Ihre Kompetenz in Sachen Hautpflege hat sich Mahlenbrey als Inhaberin eines Bodyshops erworben, den sie 20 Jahre lang betrieb. „Dabei habe ich mich immer sehr mit den Inhaltsstoffen beschäftigt. Ich wollte wissen, was wirkt wie. Dabei hat mich besonders das Öl fasziniert. Dieser Wirkstoff ist pur – man braucht weder Duft- noch Farbstoffe“, sagt sie.

Damit sie für ihre Produkte auch wirklich die gewünschte Qualität erhält, sucht sie sehr intensiv und bewusst nach geeigneten Herstellern. Mahlenbrey arbeitet ausschließlich mit kleinen Manufakturen zusammen, fast alle aus Deutschland. Das Kriterium ist, dass die Öle besonders schonend behandelt werden, also nicht auch noch der allerletzte Tropfen ausgepresst wird. Denn dabei ginge etwa Alpha-Tocopherol verloren – eine wertvolle Form des Vitamin E. „Wir pressen so sanft, dass bei unserem Mandelöl ein Drittel des Öls in den Rückständen verbleibt.“

www.mahlenbrey.com
  

Anja Kummerow

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