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Mit Support von Olli Banjo: Rapper aus Stein will durchstarten

27-Jähriger widmet sein Album "Metamorphose" seinem verstorbenen Vater - 27.03.2018 12:22 Uhr

Für seinen verstorbenen Vater hat der Rapper Martin Adamski alias Sycess seine Liedtexte überdacht. © Screenshot Youtube


Eigentlich war alles schon fertig. Martin Adamski war zufrieden mit dem, was er sich im Straßen-Slang zurechtgerappt hatte und bereits kurz davor, seine versammelten Werke zu veröffentlichen. Endlich das erste Album auf dem Markt, endlich der Kickstart für die eigene Hip-Hop-Karriere. Doch dann kam alles anders.

Plötzlich und viel zu früh riss der Krebs seinen Vater aus dem Leben, der noch so viel mehr war als das: Martins größter Fan, sein größter Unterstützer, aber auch der größte Kritiker. Und weil Adamski Senior nicht alle Texte seines Juniors gefielen, sah der sich in der Pflicht, sein Album zu überdenken. Für Papa.

Nun, knapp zwei Jahre später, ist die "Metamorphose", so der Albumtitel,  abgeschlossen. Sycess hat die Texte überarbeitet, sich einen neuen Sound verpasst - viel wichtiger aber: Er ist als Person gereift. Am 20. April will der Rapper dies im Club Luise in Nürnberg beweisen, dann stellt er der Öffentlichkeit seine 20 Songs starke Platte vor. Starthilfe bekommt er an diesem Abend von Olli Banjo, einer seit Jahren in der deutschen Szene etablierten Hip-Hop-Größe mit mehreren Top20-Alben.

"Ich hab ihn einfach angeschrieben und gefragt, ob er Lust dazu hat", erklärt Adamski. "Und Olli Banjo fand meine Sachen cool. Also hat er  zugesagt." Dabei befindet sich Banjo in bester Gesellschaft: Auch Kay One, DJ Polique und SXTN haben bereits für Sycess geworben. Ob sich mit der prominenten Unterstützung nun auch für den Steiner der Erfolg einstellt? "Es ist wohl der Traum eines jeden Musikers, das zum Hauptberuf zu machen", sagt Adamski. "Aber es ist natürlich schwer, gerade in diesem Genre. Es gibt einfach sehr viele, die das versuchen."

Zudem fehlt dem heute 27-Jährigen gerade in der Region um Nürnberg der Zusammenhalt in der Szene. "Ich habe das Gefühl, dass hier Konkurrenzkampf herrscht. Man schließt sich nicht zusammen, jeder arbeitet egoistisch." Auch deshalb habe es zuletzt kein Nürnberger nach oben geschafft.

Da aber will Sycess hin und produziert zu diesem Zweck eifrig Musikvideos. Der Clip zu "Rockstar" wurde in einem Nürnberger Club gedreht, "Cess" entstand in einem abgelegenen Haus bei Kornburg. "Das Warten hat ein Ende", heißt es am Ende beider Videos, bevor das Datum eingeblendet wird, auf das Sycess schon so lange hinfiebert. 20. April 2018. Diesmal kommt nichts dazwischen. 

Peter Schulze-Zachau Online-Redakteur E-Mail

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