Mittwoch, 17.10.2018

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Nach heller Aufregung: Wie entsteht der Überschall-Knall?

Lauter Knall verunsicherte am Donnerstag die komplette Region - 12.07.2018 17:58 Uhr

Können in der Luft unglaubliche Kräfte und vor allem Geschwindigkeiten entwickeln: Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ "Eurofighter". © Ralf Hirschberger/dpa-


Wenn ein Flugzeug schneller fliegt, als sich der Lärm seiner Triebwerke ausbreitet, hören die Menschen am Boden einen Knall. Beim Beschleunigen verdichtet das Flugzeug die Luft. Es schiebt die Schallwellen vor sich her - ähnlich wie ein Schiff seine Bugwelle auf dem Wasser. Beim Durchbrechen dieser aufgeschobenen "Schallmauer" ändert sich der Luftdruck schlagartig. Die Luft kann sich wieder ausdehnen und das ist als Knall zu hören. Das gleiche Phänomen tritt auch bei einer Peitsche, einem Schuss oder den Rotorblättern eines Hubschraubers auf.


+++ Aufregung: Lauter Knall in Nürnberg und ganz Franken +++


Bei trockener, rund 20 Grad Celsius warmer Luft durchbricht das Flugzeug die Schallmauer bei einer Geschwindigkeit von 1235 Kilometern pro Stunde. Der Knall entsteht jedoch nicht in einem einzelnen Moment, in dem das Flugzeug diese Grenze überschreitet. Der Pilot selbst hört nichts. Stattdessen hört jeder Beobachter, ob in Erlangen, Nürnberg oder Fürth, seinen eigenen Überschallknall leicht zeitversetzt, wenn ihn die Schallwellen erreichen. Zum ersten Mal beschrieben hat dieses Phänomen der österreichische Physiker Ernst Mach. Deshalb wird die Schallgeschwindigkeit auch als Mach1 bezeichnet. Am 14. Oktober 1947 gelang es dem US-Testpilot Chuck Yeager zum ersten Mal in der Geschichte, die Schallmauer zu durchbrechen.

 

  

Christina Merkel

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