Freitag, 19.10.2018

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Neue Stationen: Refill-Bewegung wächst auch in Nürnberg

58 Möglichkeiten zum Auffüllen im Stadtgebiet - und es geht immer weiter - 27.03.2018 05:34 Uhr

Dieses Zeichen rechts macht den Unterschied: Hier wird Wasser kostenfrei aufgefüllt, etwa im Ammerndorfer Windelhäusla. © Hans-Joachim Winckler


Gerade mal 368 Tage alt ist die Initiative Refill in Deutschland. Am 24. März 2017 hat die Bloggerin Stephanie Wiermann die 2015 in Bristol geborene Idee adaptiert und in Hamburg an den Start gebracht. Seitdem beteiligen sich in allen Ecken des Landes Geschäfte, Vereine, Cafés und Restaurants, die Kunden und Passanten, die eine Flasche mitbringen, kostenlos Leitungswasser aus- beziehungsweise nachschenken. Pünktlich zum Weltwassertag am 22. März konnte die Initiative 100 neue Punkte auf ihrer Landkarte ausweisen. Innerhalb eines Jahres haben sich 1316 Refill-Stationen in 60 Städten etabliert.

Auch die Nürnberger können sich über zwölf neue Anlaufstellen freuen. Insgesamt gibt es derzeit 58 Refill-Stationen in der Stadt. "Wenn wir nicht vier Stationen mit Refill Erlangen geteilt hätten, die sich in den Wochen neu gegründet haben, wären es sogar 62 gewesen", sagt Frank Braun vom Verein BluePingu. Mit Fürth stehe schon die nächste Stadt in der Metropolregion in den Startlöchern.

Die Bewegung möchte Plastikmüll vermeiden, die Umwelt schützen, gutes Wasser trinken und Menschen inspirieren, plastikfreier zu leben. Das Konzept sieht vor, dass Läden mit dem blauen Refill-Aufkleber am Fenster oder an der Tür kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Wasserflaschen nachfüllen.

Für eine Welt ohne Plastikmüll

Innerhalb und in umliegenden Regionen der Städte setzen sich die Einrichtungen und vor allem jede Menge Menschen dafür ein, die Idee von Refill zu verbreiten und Leitungswasser kostenfrei zugänglich zu machen. Zahlreiche Ehrenamtliche und einige Klimaschutzbeauftragte, die Refill in ihren Städten organisieren, engagieren sich, um die Verschmutzung durch Plastikmüll anzuprangern und dem Wegwerf-Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Das Ziel der Bewegung ist erreicht, wenn überall Trinkwasserbrunnen zur Verfügung stehen und kein unnötiges Plastik mehr verschwendet wird. Das Projekt verbreitet sich in der Hoffnung, dass jeder Mensch ohne Hürden oder gar schlechtes Gewissen überall in Deutschland Zugang zu Trinkwasser hat.

Der Geburtstag der Initiative wurde in Nürnberg gebührend mit dem "3. Zerowaste-Netzwerkabend" gefeiert. Rund 30 Aktive präsentierten ihre Nachfüllflaschen und diskutierten die Vorteile von Glas-, Edelstahl-, Bambus- oder Plastikflaschen. Unter www.refilldeutschland.de zeigt eine spezielle Karte, wo es Nachfüll-Stationen gibt. 

Johannes Handl Lokalredaktion E-Mail

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