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Neuer Vorschlag: Ikea könnte auf das Quelle-Areal ziehen

Landtagsabgeordnete Schmitt-Bussinger sieht Win-win-Situation für alle - 13.04.2018 13:24 Uhr

Könnte hier Ikea ein neues Zuhause finden? Landtagspolitikerin Helga Schmitt-Bussinger kann sich das Quelle-Areal jedenfalls sehr gut dafür vorstellen. © Stefan Hippel


"Der Quelle-Komplex ist für die Architektur des Wiederaufbaus in Deutschland von großer Bedeutung", erklärt SPD-Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger: "Die Vorteile der Präsentation des Ikea-Angebots in diesem beeindruckenden, architektonisch einmaligen Gebäude, liegen auf der Hand: Ausgezeichnete Erreichbarkeit durch die Anbindung mit einer 'eigenen' U-Bahn-Station von Nürnberg und Fürth sowie den nahegelegenen Frankenschnellweg."

Möchte neuen Schwung in die Debatte um die Nutzung des Quelle-Areals bringen: SPD-Politikerin Helga-Schmitt-Bussinger.


Weiter erklärt die Denkmal-Expertin in ihrem Schreiben: "Die Möglichkeit für Ikea-Deutschland, am Wieder-Aufblühen des Nürnberger Westens teilzuhaben, und dies in geradlinig, fast skandinavischer Architektur, sehe ich als große Chance für Ihr Unternehmen." Gegenüber des Quelle-Areals liegt das Gelände des ehemaligen AEG-Konzerns. Nach dem Aus der Produktion an diesem Standort sei es heute ein blühendes Areal mit einem Mix aus Kunst, Wissenschaft, Forschung und Technologie.

Wie einer Presseinformation des Unternehmens zu entnehmen war, prüft Ikea-Deutschland derzeit eine Neuausrichtung beziehungsweise eine Erweiterung des Möbelhauskonzeptes durch kleinere, innenstadtnahe Einrichtungshäuser. Auch wenn Ikea - auch hinsichtlich der Planungen für den Standort Regensburger Straße - noch keine finale Entscheidung für Nürnberg getroffen hat, hält Schmitt-Bussinger die Quelle-Lösung für eine Win-win-Lösung für alle, die sich seit vielen Jahren für eine Weiternutzung des Quelle-Gebäudes einsetzen.

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Die Nürnberger Rathaus-Fraktionen von SPD und CSU hatten die Pläne von Ikea, am Standort Regensburger Straße verstärkt auf den Online-Handel zu setzen, gerade erst deutlich kritisisiert. Dabei räumten gleich mehrere Politiker ein, vom Kurswechsel des schwedischen Möbel-Giganten kalt erwischt worden zu sein.

Mit Schmitt-Bussingers Vorschlag, Ikea im ehemaligen Quelle-Gebäude unterzubringen, kann sich Baureferent Daniel Ulrich gut anfreunden. "Die Idee ist gut, die hatten wir selber schon“, sagt er auf Anfrage. Auch das Kaufhof-Gebäude am Aufseßplatz habe man Ikea schon einmal vorgeschlagen. Doch wie das ausgegangen ist, ist bekannt: "Beide Standorte haben einen Haken, sie sind nicht verfügbar", fährt Ulrich fort. Quelle ist in den Händen des portugiesischen Immobilienentwicklers Sonae Sierra, Kaufhof gehört mittlerweile der Edeka-Gruppe. 
Ikea selbst wollte sich nicht zu dem Vorschlag der Landtagsabgeordneten Schmitt-Bussinger äußern. Man müsse viele Dinge neu überlegen. "Es wäre zu früh, sich zu äußern", sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

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jhl, sto

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