Donnerstag, 15.11.2018

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NSU: Vor 16 Jahren wurde Enver Simsek erschossen

Initiative hängt neue Tafel mit Gesicht des Opfers am Nürnberger Tatort auf - 09.09.2016 17:36 Uhr

Ein Schild mit dem Gesicht des Opfers hängt wieder an der Stelle, an der Enver Þimþek mit acht Schüssen aus zwei Waffen brutal ermordet wurde. © Michael Matejka


Die antifaschistische Gruppe "Das Schweigen durchbrechen" erinnerte am Tatort sowohl an den Händler wie an seine beiden Nürnberger Landsleute  Abdurrahim Özüdogru und Ismail Yasar, die ebenfalls von den Rechtsextremisten hingerichtet worden waren. Beim immer noch andauernden NSU-Prozess in München sollten die Umstände der Bluttaten gründlich aufgerollt werden. Ein Urteil gegen die letzte Überlebende des NSU-Trios, Beate Tschäpe, steht aus.

Die Veranstalter der Erinnerungsaktion befestigten ein neues Schild mit dem Gesicht Simseks an einem Baum - dort, wo einmal sein Verkaufsstand geparkt war.  das bisherige Schild hatten Unbekannte entfernt. Auch an den beiden anderen Tatorten stellte die Gruppe Tafeln mit den Gesichtern der Toten auf - als Zeichen eines pietätvollen Gedenkens.

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Jahrelang hielten die Rechtsterroristen Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt das Land in Atem. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen auf das Konto der beiden männlichen Täter etliche Bankraube, Attentate und zehn Morde gehen. Wir erinnern an die Opfer und Verletzten.


 

Hartmut Voigt

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