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Nur 30 Clubfans bei Videodreh gegen Homophobie

Am Dienstagabend vor dem Stadion: Marcus Wiebusch suchte Komparsen - 27.05.2014 21:06 Uhr

Der Sänger selbst war nicht anwesend vor Ort. Dass nur 30 Fans kamen, reichte trotzdem, um was zu drehen. Zwei Personen vom Team waren vor Ort.

Mit dem Video wollte Marcus Wiebusch seine erste Single "Der Tag wird kommen" bebildern, ein Song, der sich mit Fußball und Schwulenfeindlichkeit auseinandersetzt.

Mit "Konfetti" erschien im April das Debütalbum des ehemaligen ...But Alive- und Kettcar-Sängers. Seine erste Single-Auskopplung "Der Tag wird kommen" lässt sich mit Fug und Recht als ambitioniertes Projekt bezeichnen. Der 46-jährige Songwriter will mit dem Lied ein Zeichen gegen Homophobie in der Gesellschaft im Allgemeinen sowie im Fußball im Speziellen setzen. Deswegen will er das Lied, das eine stattliche Spielzeit von sieben Minuten hat, mit einem Kurzfilm bebildern, der mehr sein soll als ein einfaches Musikvideo.

Thomas Hitzlsperger war nur der Anfang

Für den Hamburger Musiker, selber Hobby-Fußballer und St. Pauli-Fan, ist Schwulenfeindlichkeit ein wichtiges Thema, nicht nur weil sein Bruder homosexuell ist, sondern auch, weil ihn das Schicksal von Fußballprofis, die sich aufgrund öffentlichen Drucks nicht outen können, zutiefst bewegt. Schon vor dem Outing von Thomas Hitzlsperger habe er sich intensiv mit dem Thema beschäftigt.

Marcus Wiebusch erklärt dazu: "In dem Refrain ist von einem diffusem „Wir“ die Rede. Mit diesem „Wir“ meine ich all die Fußballfans, die keine homophoben Tendenzen in sich tragen. (...) Meine tiefste Überzeugung ist, dass es diese Fußball-Fans in jedem Verein zu Tausenden gibt. Sonst hätte ich diesen Song nicht geschrieben. Und unsere filmische Idee ist jetzt, dass wir dieses „Wir“ symbolisch darstellen."

Der ganze Film wird über Crowdfunding finanziert und soll noch vor Beginn der WM veröffentlicht werden.

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cmo

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