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Nürnberg passt erste Straßen für den "Ikea-Verkehr" an

Zweite Linksabbiegerspur soll geschaffen werden — Parkbuchten müssen weichen - 31.01.2018 07:37 Uhr

Die Möbel-Kette Ikea kommt nach Nürnberg - und die Stadt baut dafür ihre Straßen um. © dpa


In der Regensburger Straße sind derzeit die Fahrstreifen stadteinwärts zum Ben-Gurion-Ring variabel signalisierbar. Das bedeutet, bei größeren Veranstaltungen mit hohem Verkehrsaufkommen kann der Verkehr, der über die Bayernstraße zum Volksfestplatz rollt, an der Ecke Regensburger Straße/Ben-Gurion-Ring bei Bedarf auf zwei Linksabbiegefahrstreifen umgeleitet werden. Zukünftig soll diese, teilweise sehr komplizierte, Wechselsignalisierung nicht mehr länger erforderlich sein.

Das städtische Verkehrsplanungsamt sieht vor, die Parkbuchten an der Nordseite der Regensburger Straße dauerhaft in einen zweiten Fahrstreifen zu verwandeln. Durch diese Ergänzung können dann zukünftig dauerhaft zwei — bald wohl dringend notwendige — Linksabbiegerspuren genutzt werden.

Rückstau verringern

"Dies führt zu einer permanenten Steigerung der Leistungsfähigkeit und höheren Flexibilität bei der verkehrsabhängigen Steuerung", heißt es in dem Gutachten, das in der letzten Sitzung des Verkehrsausschusses vorgestellt wurde. Und auch am Ben-Gurion-Ring soll der Verkehr künftig flüssiger rollen. Hier werden Linksabbiegerstreifen durch eine Verschmälerung und Verkürzung der begrünten Seitenbereiche vergrößert. Dadurch soll ein derzeit häufig entstehender Rückstau auf der linken Geradeaus-Spur verringert werden. Auch dies nütze der Leistungsfähigkeit.

Das Unternehmen übernimmt die Kosten

Bis jetzt kann an der Kreuzung Regensburger Straße/Ben-Gurion-Ring optional eine zweite Linksabbiegerspur für den Verkehr stadteinwärts ausgewiesen werden. Nun soll hier Mitte des Jahres eine dauerhafte Abbiegespur realisiert werden. Die Maßnahme ist eine vorbereitende Maßnahme für den zu erwartenden zusätzlichen „Ikea-Verkehr“. © Foto: BayerischesVermessungsamt


Am Knoten Regensburger Straße/ Ben-Gurion-Ring werden zudem noch kleinere Anpassungen durchgeführt. Unter anderem wird die Radwegfurt verbreitert. Die grundsätzliche Geometrie bleibt dabei erhalten.

Abgesehen von dieser Maßnahme, die aus dem Radwegetopf der Stadt bezahlt werden soll, ist die Finanzierung der Umbaumaßnahmen durch den Investor Ikea im städtebaulichen Vertrag geregelt. Ikea hatte bereits zugesichert, notwendige Umbau- und Anpassungsarbeiten auch im Straßenverkehr zu finanzieren. "Durch die Maßnahmen kann der zusätzliche Ikea-Verkehr besser abgewickelt werden", heißt es aus dem Verkehrsplanungsamt. Baubeginn ist voraussichtlich Mitte 2018. 

Stefanie Taube E-Mail

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