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Bei seiner Eröffnung im Dezember 1824 war der Kettensteg die erste eiserne Hängebrücke auf dem europäischen Festland. Direkt an der westlichen Stadtmauer gelegen, ersetzte er den hölzernen Trockensteg („Truckensteg“) am Altstadtauslauf der Pegnitz vor der Fronveste. Der Kettensteg ist 68 Meter lang und 1,25 Meter breit. Von der ursprünglichen Brücke sind vier Tragketten, die Hänger und das Geländer vollständig erhalten. Conrad Georg Kuppler hat den Kettensteg konstruiert. Sein Modell der Hängebrücke ist noch heute im Museum Industriekultur zu sehen.
Die Konstruktion der Hängebrücke war von Anfang an zu anfällig für Schwingungen: Bereits 1836 war deshalb das Befahren des Stegs mit Schubkarren verboten worden. Problematisch war insbesondere das kollektive Aufschaukeln des Stegs, aus dem sich Passanten gelegentlich einen Spaß machten. Von 1931 bis 2009 mussten Holzstützen den baufällig gewordenen Kettensteg stabilisieren und machten aus der Hängekonstruktion eine "normale" Brücke. Nach ausgiebigen statischen Untersuchungen wurde der Kettensteg schließlich aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Von Mai bis Dezember 2010 sanierten unter anderem zwei Stahlbaufirmen die maroden Fundamente. Zwei unsichtbare Stahlkästen im Inneren des Stegs sollen nun ein zu starkes Schaukeln der Konstruktion verhindern. Ohne stützende Holzpfeiler im Wasser sieht der Kettensteg jetzt auch wieder aus wie eine "richtige" Hängebrücke. Und in der Nacht kann die Brücke nun dank eines neuen Beleuchtunskonzepts hell erstrahlen.
1,3 Millionen Euro hat die Sanierung des Kettenstegs insgesamt gekostet. Eine breit angelegte Spendensammlung des Vereins "BauLust e.V." konnte 310.000 Euro dazu beitragen- 250.000 Euro davon stammen aus Mitteln der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg. Die Bayerische Landesstiftung steuerte zusätzlich 160.000 Euro bei. Daneben gab es 167 Einzelspender.