Sonntag, 21.10.2018

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Nürnberger Stadion: Mehr als zwei Millionen Euro Verlust

Fehlbetrag ist niedriger, als ursprünglich prognostiziert - 07.10.2018 05:52 Uhr

Mehr als zwei Millionen Euro Verlust - und doch weniger als gedacht: Die Bilanz zum Nürnberger Stadion fällt gemischt aus. © Daniel Karmann/dpa


"Man muss immer daran denken, dass es hier zwei unterschiedliche Sphären gibt", sagt Bürgermeister Christian Vogel im Werkausschuss Frankenstadion. Zwar mache das Stadion im Jahr mehr als zwei Millionen Euro Verlust, "der Stadionbetreiber hingegen hat aber ein positives Ergebnis", betont Vogel. Theoretisch könnte man nun also eine Gewinnausschüttung verlangen und somit das negative Ergebnis wieder ausgleichen.

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Das "Max-Morlock-Stadion", der oft geäußerte Wunsch vieler Club-Fans, ist Realität geworden. Die Arena des Altmeisters ist nun nach der Vereinsikone, die Deutschland 1954 in Bern zum Weltmeister machte und für den FCN über 22 Jahre lang Treffer an Treffer reihte, benannt. Doch wie hieß die Spielstätte der Rot-Schwarzen eigentlich früher? Auf jeden Fall vielversprechend: Ausgerechnet Victory-Stadium tauften sie die Amis nach dem Zweiten Weltkrieg.


Das jedoch mache keinen Sinn. "Das wäre ja linke Tasche, rechte Tasche", so Vogel - die Stadt ist schließlich nicht unerheblich am Stadionbetreiber beteiligt. Überhaupt: Der Verlust ist niedriger, als man ihn ursprünglich prognostiziert hatte. Während die Betreiber sich also über positive Zahlen freuen, freut man sich im Stadion selbst über niedrige Zinsen: Bei einem Darlehensstand von derzeit noch rund 17,5 Millionen Euro kein ganz unerheblicher Faktor.

Ob das Stadion selbst davon profitieren würde, würden dort Fußball-Länderspiele stattfinden? "Davon haben wir null Komma null", sagt Vogel. Denn: Pacht ist Pacht. "Eins, zwei, zehn Länderspiele oder fünfmal Helene Fischer ändert auch nichts daran", so Vogel. Die Höhe der Pacht ist übrigens abhängig davon, in welcher Liga der 1. FC Nürnberg spielt. "Wir rechnen dabei mit einem Halbjahr in der ersten und einem Halbjahr in der zweiten Bundesliga", sagt Gerhard Albert vom Stadion. Und: "Die Kalkulation hat sich bewährt."

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