Zunächst kam ein Zug der U2 zwischen Rennweg und Rathenauplatz zum Stehen. Ursache war ein aktivierter Entgleisungsdetektor: Er kontrolliert ständig, ob alle Räder einer U-Bahn korrekt auf den Schienen sitzen. Diesmal löste er einen Fehlalarm aus. Da der Zug im stromlosen Weichenbereich stand, konnte er mangels Energieversorgung nicht aus eigener Kraft wegfahren - er musste von einer zweiten U-Bahn geschoben werden. Die Störung behinderte den U2- und U3-Betrieb in beide Richtungen.
Gerade schien alles wieder zu funktionieren, da gab es gegen 17 Uhr eine zweite Störung im Bereich Hauptbahnhof, Opernhaus und Plärrer: Ein Deckel im Dachbereich eines U-Bahn-Zuges war aufgegangen und hatte damit das Lichtraumprofil des U-Bahn-Zuges verändert. An drei Stellen, wo die Tunneldecke niedriger ist als an anderen Stellen, ist deshalb jeweils ein Kabelschacht mit den kabeln für die Sicherheitsbeleuchtung auf einer Länge von zirka vier Metern beschädigt worden. Warum sich der Deckel geöffnet hat, ist unklar. Er ist mehrfach gesichert.
Die Störung hatte erhebliche Auswirkungen auf den U-Bahn-Betrieb der U2. Der Streckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof, Opernhaus und Plärrer konnte nur über das von Süden kommende Gleis bedient werden. Die Leitstelle hatte deshalb für die U-Bahn-Linie U3 Pendelbetrieb eingerichtet. Zwischen den U-Bahnhöfen Wöhrder Wiese und St. Leonhard war nur ein eingleisiger Betrieb möglich. Die Störungen wurden nach Angaben der VAG über Nacht repariert - der normale Rhythmus konnte zu Betriebsbeginn wieder aufgenommen werden.