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NZ-Fotograf Erich Guttenberger wird 80 Jahre alt

Noch heute entdeckt er die kleinen Dinge und Ereignisse am Rande - 20.10.2017 07:13 Uhr

Erich Guttenberger (links) ganz in seinem Element: beim Wandern. In diesem Fall durch die Weinberge um Iphofen. © Foto: Karlheinz Daut


Als "der Erich", wie wir Kollegen ihn liebevoll nannten, im Jahr 1999 in Rente ging, gönnten wir ihm das zwar von ganzem Herzen. Schließlich hatte er ein langes Arbeitsleben hinter sich. Vor seiner Fotografenlaufbahn hatte er den Beruf des Schriftsetzers erlernt und diesen 19 Jahre lang ausgeübt. Guttenbergers letzter Arbeitstag in der NZ war trotz der Freude, dass er nun endlich Zeit für seine Hobbys haben würde, auch ein trauriger Tag für alle, die eng mit ihm zusammengearbeitet hatten.

Zum Glück ist er aber nicht aus der Welt und immer gern für gemeinsame Unternehmungen zu haben. Sein Freundeskreis deckt ein bemerkenswert weites Altersspektrum ab; junge Leute gehören ebenso dazu wie Gleichaltrige. Wahrscheinlich liegt das daran, dass "der Erich" einfach jung geblieben ist und dennoch über jede Menge Lebenserfahrung verfügt.

Seine NZ-Fotos machte er nie nebenbei, ein "mal kurz draufdrücken" gab es bei ihm nicht. Noch die zigste Scheck-Übergabe versuchte er, aus einem besonderen Blickwinkel einzufangen, wenn es sich irgendwie machen ließ. Seine Bildobjekte rückte er stets gekonnt ins rechte Licht. Manchmal ergab sich die Gelegenheit zu Aufnahmen kurz vor oder nach einem offiziellen Pressetermin. Was dabei herauskam – fotografisch eingefangene kuriose Augenblicke – hat Guttenberger auch in Ausstellungen gezeigt, etwa im Museum Industriekultur.

Immer noch ein Blick fürs Besondere

Noch heute entdeckt er die kleinen Dinge und Ereignisse am Rande. Sein Ehrgeiz ist es nach wie vor, nicht nur festzuhalten, was jeder sehen kann, sondern auch das quasi Unsichtbare. Seine Lieblingsmotive waren und sind Kinder, Tiere, die fränkische Landschaft – ob im Knoblauchsland, in der Fränkischen oder Hersbrucker Schweiz. Sie geben genug Stoff für Veröffentlichungen her, beispielsweise für Wanderführer im Verlag Nürnberger Presse oder für Kalender. Er liebt aber auch die spektakulären Ansichten von schroffen Bergen und Schluchten, von seltenen Felsformationen und tiefblauen Gewässern, die er während seiner vielen (Fern-)Reisen vor die Kamera bekommt.

Nach der Pensionierung hat sich Erich Guttenberger noch aufs digitale Fotografieren umgestellt – ebenfalls ein Zeichen dafür, dass er einfach auf der Höhe der Zeit bleiben will und kann. Egal, mit welcher Ausrüstung er fotografiert – sein offenes Auge ist um vieles wertvoller als jeder technische Schnickschnack.

Ganz herzliche Glückwünsche zum heutigen 80. Geburtstag kommen beileibe nicht nur von . . . 

Ute Wolf

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