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OB Maly für Alkohol-Verkaufsverbot im Hauptbahnhof

Stadt will zudem Ausweichen der Partyszene beobachten - 24.10.2012 10:47 Uhr

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) plädiert für eine Ausweitung des Alkoholverbots im Hauptbahnhof. Bislang ist nur der Konsum verboten, Maly will auch ein Verkaufsverbot.

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) plädiert für eine Ausweitung des Alkoholverbots im Hauptbahnhof. Bislang ist nur der Konsum verboten, Maly will auch ein Verkaufsverbot. © Michael Müller-Jentsch


Der Kommunalpolitiker sieht in dem von der Bahn verhängten Alkoholverbot auf dem Bahnhof nur einen ersten Schritt. Wenn die Deutsche Bahn es ernst meine, müsse sie nun auch den Verkauf von alkoholischen Getränken am Freitag- und Samstagabend im Hauptbahnhof stoppen, sagte das Stadtoberhaupt.

„Den Verkauf von Alkohol in den Nachtstunden zuzulassen, wenn die Beschaffung von Alkohol woanders schwierig ist, halte ich nicht für konsequent und konsistent“, sagte Maly. Er wolle diesen Punkt bei den Verantwortlichen der Bahn zur Sprache bringen.

Zudem werde die Stadt genau beobachten, wohin die Partyszene ausweicht. „Mein Eindruck ist, dass die Szene mit dem Verbot im Hauptbahnhof in den öffentlichen Raum vor dem Bahnhof verlagert wird.“ Der Nürnberger Sicherheitsrat, in dem Vertreter von Polizei, Ordnungsamt und Bürgermeisteramt zusammenarbeiten, wolle die neue Situation demnächst erörtern.

Zur Eindämmung von Gewaltexzessen in den Nächten von Samstag auf Sonntag hat die Bahn das Trinken von Alkohol im gesamten Bahnhofsgebäude untersagt; ausgenommen sind lediglich Lokale mit entsprechenden Schankkonzessionen.

Das am vergangenen Freitag in Kraft getretene Verbot war von der Partyszene im Großen und Ganzen akzeptiert worden. Viele hatten sich zwar in den bis in die Nacht geöffneten Bahnhofs-Supermärkten mit Bier, Wein und Wodka eingedeckt. Zum Zechen trafen sich die jungen Leute allerdings auf dem Bahnhofsvorplatz, wo das Alkoholverbot nicht mehr greift. Kritiker befürchten zudem, dass die Partyszene vermehrt in die Altstadt ausweicht. Dort klagen Anwohner über kaum mehr zumutbare Zustände an den Wochenenden. 

husa/dpa

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