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Problemfans: FCN-Sponsor lobt die Vereinsführung

Chef der Nürnberger Versicherung sieht "einzelne Fans, die überziehen" - 10.02.2017 16:51 Uhr

Armin Zitzmann, Chef der Nürnberger Versicherung, äußert sich im Interview zum Club-Sponsoring, zu cleveren Schachzügen und Fan-Ausschreitungen.

Armin Zitzmann, Chef der Nürnberger Versicherung, äußert sich im Interview zum Club-Sponsoring, zu cleveren Schachzügen und Fan-Ausschreitungen. © Edgar Pfrogner


Herr Zitzmann, ist der Club für Sie als Kaufmann ein lohnendes Engagement?

Zitzmann: Natürlich. 98 Prozent unserer Prämieneinnahmen erzielen wir in Deutschland, da ist für uns ein bundesweit sichtbarer Imageträger von entscheidender Bedeutung. Und weil Fußball hierzulande nun mal die Sportart Nummer eins ist, war uns als Nürnberger Versicherung schnell klar, dass der Club perfekt zu unseren Werten und Attributen passt. Uns verbinden die gemeinsame Herkunft, eine große Tradition und die typisch fränkische Bodenständigkeit. Es war eine rein kaufmännische Entscheidung. Voraussetzung für unser Engagement war jedoch, dass im Vereinsvorstand ein paar Weichen gestellt wurden - was dann ja auch geschah.

Sie sprechen unter anderem auf das frühere Finanzchaos beim Club an. Hätten Sie nicht auch gleich noch als Stadion-Sponsor auftreten können, nach dem ja lange gesucht worden ist?

Zitzmann: Wir haben uns bewusst für die Trikotwerbung entschieden, damit erzielen wir viel besser die gewünschte bundesweite Werbewirkung. Zudem sind wir Namensgeber der dem Stadion gegenüber liegenden Arena Nürnberger Versicherung. Das Thema Stadion-Namen in Nürnberg birgt durch zahlreiche Interessen eine gewisse Brisanz, so dass wir uns anders aufgestellt haben.

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Zuletzt zierte das Logo des Möbelherstellers Wolf Möbel die Brust des 1. FC Nürnberg. In der Vergangenheit prangten einige höchst unterschiedliche Firmen auf dem rot-schwarzen Dress.


Das Finanzunternehmen Consors hat das anders gesehen.

Zitzmann: Es war ein äußerst cleverer Schachzug des neuen Stadion-Paten Consors, nicht plakativ als Namensgeber aufzutreten und stattdessen die Fans finanziell zur Beteiligung aufzurufen.

Sie haben von Anfang an recht deutlich klargemacht, dass Sie bei massiven Verfehlungen von Fans Ihr Sponsoring wieder überdenken könnten. Nach den Krawallen in Dortmund vom Wochenende: Wo sehen Sie die Grenzen erreicht?

Zitzmann: Was da in Dortmund mit Steinwürfen von Fans auf Frauen und Kinder passiert ist, überschreitet jede Grenze. Man muss aber auch sehen: Das ist nicht allein das Problem der Vereine, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Um auf den Club zu kommen: Wir haben schon in der Vergangenheit klargestellt, dass das Club-Management bei solchen Vorkommnissen eindeutig Stellung beziehen muss - und das geschieht auch durch das Management.

Gerade nach den zurückliegenden Vorfällen in Karlsruhe hat der Verein sehr entschlossen gehandelt. Es sind leider immer einzelne Fans dabei, die überziehen. Der weitaus überwiegende Teil der Club-Fans und der Ultras feuern den Club jedoch an, und das hilft der Mannschaft

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husa/won

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