Freitag, 18.01.2019

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Putz, Metall, Schutt: Blick in die abrissreife Hauptpost

Neubauten sollen 2020 fertig sein - Außenwände bleiben bei Rundbau erhalten - 14.11.2017 05:32 Uhr

Im alten Postbau herrscht derzeit völliges Abriss-Chaos. © Roland Fengler


Zwischen dem Rundbau und dem an den Kopfbau angrenzenden ehemaligen Verwaltungsgebäude ein Durchbruch geschlagen. Diese Interimszufahrt soll den Abtransport des Bauschutts erleichtern. "Wenn nichts mehr dazwischen kommt, dann können wir noch in diesem Jahr mit dem Abriss der Gebäude beginnen", sagt Projektleiter Rainer Strietz-Janssen. Der Baubeginn für die Neubauten soll Mitte nächsten Jahres erfolgen.

Eine Firma von Immobilienentwickler Hubert Haupt hat 2013 die ehemaligen Postgebäude gekauft. Abriss und Baubeginn verzögerten sich mehrfach, weil es Probleme mit dem Wertstoffhof der Bahn, der auf dem Grundstück liegt, und mit dem Umzug der Postfiliale gegeben hat. Auch war die Standfestigkeit des Rundbaus, dessen Fassade und Treppenhäuser unter Denkmalschutz stehen, nicht geklärt. Außerdem gab es in der Bürgerschaft zum Teil erheblichen Widerstand gegen den Abriss des markanten Kopfbaus aus den frühen 30er Jahren. Laut Strietz-Jansen sind inzwischen die größten Schwierigkeiten aus den Weg geräumt.

Bilderstrecke zum Thema

Bilder aus der Hauptpost: So sieht es auf der Abriss-Baustelle aus

Sie gehört zur Nürnberger Zeitgeschichte: Die Alte Hauptpost. Doch schon bald wird es das Gebäude in der Form nicht mehr geben. Im Januar 2018 beginnt der Abriss. Wir haben uns umgesehen.


Planung abgeschlossen

Der Wertstoffhof der Bahn, die Entsorgung des Hauptbahnhofs sowie die Anlieferung für die beiden neuen Hotels kommen in den Keller. Das Parkhaus der Bahn erhält neue Rampen als Zu- und Abfahrt. Beim Rundbau bleiben die Außenwände erhalten: Der Innenraum wird aber komplett entkernt und neu gebaut. Es entstehen neue Wände, parallel zu den Außenmauern. Instandgesetzt werden die Art-déco-Treppenhäuser aus den zwanziger Jahren. Das Dach behält seine ursprüngliche Form, erhält aber neue, größere Gauben.

Zum Beginn der Abrissarbeiten konnte das Museum Industriekultur noch einige Lampen sicherstellen. "Es ist schade, wenn alles verschwindet", meint Strietz-Janssen. Doch die Bausubstanz, die Aufteilung und gesamte Technik würden nicht mehr den modernen Anforderungen entsprechen. "Die Brandschutz schon gleich gar nicht." Die Fertigstellung der Gebäude ist für Ende 2020 vorgesehen. Es werden zwei Hotels errichtet. Andere Nutzer stehen noch nicht fest. 

André Fischer

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