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Dienstag, 18.09.2018

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Rohrbruch in Nürnberg: Die Ursache ist gefunden

Straßen waren überflutet - Haushalte wieder an der Wasserversorgung - 14.05.2018 10:51 Uhr

Schlamm und Wasser bedeckten die Straßen in Gebersdorf. © ToMa


Am Sonntagabend brach im Nürnberger Stadtteil Gebersdorf eine Hauptversorgungsleitung. Der Grund dafür ist inzwischen auch gefunden: Denn an der Ecke Großhabersdorfer Weg/Weinzierleiner Straße saniert der Versorger Main-Donau-Netzgesellschaft derzeit Leitungen des Wassernetzes und Stefan Merkel von der N-Ergie erklärt: "Sonntagabend setzte ein Regenschauer ein. Das Regenwasser weichte eine offene Baugrube im Großhabersdorfer Weg auf." Holzbohlen, die die Hauptwasserleitung stützten, rutschten deswegen laut Merkel weg, die Leitung sackte ab und brach.

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Land unter in Gebersdorf: Rohr bricht und Keller laufen voll

Anwohner im Nürnberger Stadtteil Gebersdorf brauchen derzeit starke Nerven: Weil eine Hauptleitung gebrochen ist, stehen derzeit ganze Straßenzüge unter Wasser. Drei Keller liefen voll, Gehsteige sackten ab - der genaue Schaden ist aber noch unklar.


Die Folgen waren verheerend: Innerhalb kürzester Zeit lief die Baustelle voller Wasser und wurde unterspült. Mehrere Gehsteige in unmittelbarer Nähe sackten ab und mussten gesperrt werden. Insgesamt drei Keller von Anwohnern seien vollgelaufen, wie ein Sprecher der Main-Donau-Netzgesellschaft sagte. Insgesamt waren 150 Gebäude betroffen. Man wolle für alle Schäden aufkommen und die Geschädigten nach Möglichkeit unterstützen. Wie hoch der Schaden genau ist, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. 

Auswirkungen bis an die Stadtgrenze 

Auch Stunden nach dem Rohrbruch waren Hunderte Haushalte noch von der Wasserversorgung abgeschnitten. Selbst an der mehrere Kilometer entfernten Stadtgrenze berichteten Anwohner von Problemen. Erst gegen 3 Uhr nachts lief das Wasser bei allen Betroffenen wieder.

Die Nürnberger Berufsfeuerwehr war mit einem Großaufgebot in Gebersdorf vor Ort. Sie legten Sandsäcke aus, um Keller vor den Fluten zu schützen. Stundenlang wurde das Wasser aus der Baustelle abgepumpt, erst dann konnten Experten am gebrochenen Rohr selbst arbeiten.

Inzwischen sind die Reparatur- und Aufräumarbeiten abgeschlossen und die Verkehrssperrungen wieder aufgehoben. Vereinzelt kann es laut Information der Main-Donau-Netzgesellschaft noch zu Trübungen des Trinkwassers kommen, was jedoch unbedenklich ist. Es wird empfohlen, das Wasser vor der Verwendung länger ablaufen zu lassen.

Dieser Artikel wurde am 14. Mai 2018 um 12.36 Uhr aktualisiert.


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