Mittwoch, 14.11.2018

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Schiff prallt gegen Bahnbrücke: Frau bei Nürnberg verletzt

Unfall auf Main-Donau-Kanal: Steuerhaus ließ sich nicht absenken - 29.05.2012 14:40 Uhr

Das Schiff wollte eine Bahnbrücke, die rund 700 Meter talabwärts nach der Schleuse Nürnberg in Richtung Kriegenbrunn liegt, passieren. Dazu hätte das Steuerhaus abgesenkt werden müssen. Das war aber nicht möglich, so dass das Steuerhaus gegen die Bahnbrücke prallte und schwer beschädigt wurde. Die genaue Ursache hierfür ist noch unklar, nach Angaben einer Sprecherin geht die Polizei aber momentan von technischen Gründen aus.

Eine Mann und eine Frau wurden bei dem Unfall im Steuerhaus eingeklemmt. Der Mann konnte sich aus eigener Kraft aus den Trümmern lösen. Den Feuerwehren aus der Umgebung, die mit 35 Mann im Einsatz waren, gelang es, die eingeklemmte Frau zu befreien. Sie wurde mit schweren Prellungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Fünf weitere Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.

Durch den Schub fuhr das Schiff noch rund einhundert Meter weiter und lag dann am Ufer. Es wurde beschwert, um es mit Hilfe eines Schleppers wieder unter der Brücke hindurch zu ziehen und an einem Kai unterhalb der Schleuse vertäuen zu können.

 

Der Kanal wurde während der Bergungsarbeiten für zwei Stunden für den Schiffsverkehr gesperrt. Ein Sachverständiger der Bahn stellte an der Brücke keinen Schaden fest, so dass der Zugverkehr nicht beeinträchtigt wurde. Der Sachschaden am Schiff beträgt mindestens 150.000 Euro.

Das Gütermotorschiff wollte eine Bahnbrücke passieren und hätte dazu sein Steuerhaus absenken müssen. © News5/Grundmann


 

apf/ots/dpa

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