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Sitzblockaden und Stau bei Demos in Nürnberger Innenstadt

Polizei muss "unmittelbaren Zwang" einsetzen - Vier Strafverfahren - 22.04.2017 22:42 Uhr

Knapp 50 Rechtsextreme demonstrierten am Samstagnachmittag in der Nürnberger Innenstadt. Zu der Kundgebung hatte die Partei "Der Dritte Weg" aufgerufen, die als Nachfolgeorganisation des mittlerweile verbotenen "Freien Netz Süd" gilt. Zeitgleich formierten sich rund 250 Gegendemonstranten, initiiert hatte den Protest der Verein "Bündnis Nazistopp".

Weil Gegendemonstranten die Strecke immer wieder mit spontanen Sitzblockaden versperrten, griff die Polizei ein. Die Routen der Protestzüge wurden verlegt. "Insgesamt mussten die Einsatzkräfte in 125 Fällen unmittelbaren Zwang in Form von Schieben und Drücken anwenden", heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. "Hierbei wurde sechs Mal der Einsatzstock als Abdränghilfe eingesetzt." Gegen wen, das bleibt zunächst unklar. Im Verlauf der beiden Demonstrationen wurde auch ein Polizist verletzt, der aber weiter dienstfähig blieb.

Bis zum Samstagabend wurden vier Strafverfahren eingeleitet - das aber sind nur vorläufige Zahlen, betont die Polizei. Um welche Delikte es genau geht, ist derzeit noch unklar.

Durch die Demonstrationen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in der Nürnberger Innenstadt. Eine dritte Kundgebung, bei der 300 Menschen gegen das Regime in Äthiopien und gegen Abschiebungen protestierten, verlief laut Polizei "störungsfrei".


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tl

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