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Stadträte wollen mehr Sport-Events in Nürnberg anbieten

Von Surfen bis Radsport — Gutachten sieht großes Potenzial - 26.11.2018 05:56 Uhr

Wie auf der "Eisbachdauerwelle" in München möchten auch Nürnberger Sportler surfen. Neben der geplanten Dauerwelle könnte es für 20.000 Euro bald eine "Citywave" für Profis und Hobby-Athleten geben. © Foto: Peter Kneffel/dpa


Hintergrund ist ein Konzept für mehr Großsportveranstaltungen in der Frankenmetropole. Ein Gutachten hatte, wie berichtet, noch viel Potenzial in Nürnberg vor allem auch für junges Publikum bis 29 Jahre gesehen. Am 30. November debattieren die Stadträte über eine ganze Vorschlagsliste, was in Bayerns zweitgrößter Stadt noch stattfinden könnte. Ziel ist es, 15 Großveranstaltungen anzubieten; auf jeden Fall eine pro Monat.

Da ist eben eine Etappe der Deutschland-Tour der Radprofis, die mit dem Veranstalter der Tour de France einen neuen starken Organisator hat. Eine Anfrage für 2020 liegt bereits vor, heißt es bei der Stadt. Die müsste sich mit 300.000 bis 450.000 Euro beteiligen. Doch damit käme endlich wieder ein großes Radsport-Event nach Nürnberg. Verworfen wurden dagegen Überlegungen, die Deutsche Meisterschaft Radsport und ein Radrennen der Hammer-Serie in die Stadt zu holen. Dafür wären jeweils über eine halbe Million Euro fällig.

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Eine Anfrage liegt auch für eine mobile Surfeinrichtung (Citywave) vor. Zwei Wochen lang könnten Zuschauer von einer Tribüne verfolgen, wie erst die Profis und dann "normale" Surfer ihr Brett über die Welle balancieren. Die temporäre Anlage ist keineswegs als Konkurrenz für die geplante stehende Dauer-Welle gedacht. Im Gegenteil: Man erhofft sich dadurch noch mehr Interesse an dem Projekt, werden doch immer noch Sponsoren gesucht. Kosten für die Citywave: 20.000 Euro für die Stadt.

Bereits im Juni oder September könnte in Nürnberg der "Muddy Angel Run" stattfinden. Das ist ein Hindernislauf für Frauen mit viel Schlamm. Es geht um ein Ein-Tages-Event. Der Parcour hat 15 Hindernisse und eine Länge von fünf Kilometern. Erwartet werden 4000 bis 6000 Teilnehmer. Die Veranstaltung findet bereits in 13 deutschen Städten statt. Nürnberg müsste sich mit 150.000 bis 200.000 Euro beteiligen. Überhaupt: Die Sportexperten der Stadt wollen den Markenkern Laufen noch stärker herausstellen. Daher regen sie an, 2020 den Metropolmarathon, der in Fürth stattfindet, 2020 über die Stadtgrenze zu führen nach Nürnberg (und dann immer jährlich im Wechsel). Kostenpunkt: 150.000 Euro für Nürnberg.

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Randsportarten und eSport-Wettkämpfe

Als "das internationale Event schlechthin" vor allem für junge Leute wird das FISE World Action Sports Festival bezeichnet. Da geht es um BMX, Skate, Parcour und Wakeboard mit Fokus auf BMX, da dies nun olympisch sei. Dauer des Events: zwei bis drei Tage, 150 Athleten und 18.000 Zuschauer werden erwartet. Eine Anfrage für Nürnberg liegt bereits vor. Der Veranstalter habe die Anlage für die Olympischen Jugendspiele 2018 entworfen. Die Stadt müsste dafür aber auch 150.000 bis 200.000 Euro hinblättern.

Als wünschenswert wird auch die Veranstaltung von eSport-Wettkämpfen bezeichnet. Dieser Bereich ist groß im Kommen. Da werden Sportwettkämpfe über Videospiele an vernetzten Computern ausgetragen. Viele Fußball-Bundesliga-Vereine bauen solche Abteilungen auf. Da geht es um sehr hohe Preisgelder. Die Stadt hofft daher, dass sich dementsprechend auch Sponsoren finden werden. Eine konkrete Anfrage liege aber noch nicht vor.

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Gerne möchte man in Nürnberg auch diverse Welt-, Europa- oder Deutsche Meisterschaften in "Randsportarten" veranstalten. Dazu gehören beispielsweise Squash, Faustball oder Fechten. Gesetzt sind die etablierten Großveranstaltungen wie das WTA-Tennis-Turnier um den Nürnberger Versicherungscup, der Techniker Beach Cup, das Norisringrennen, B2Run oder der Nürnberger Stadtlauf. Großes Interesse besteht auch weiterhin am Red Bull District Ride der weltbesten Mountainbiker, der Deutschen Leichtathletik Meisterschaft sowie an Länderspielen im Fußball, Handball oder Eishockey.

Braucht Nürnberg mehr sportliche Großveranstaltungen?

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Andreas Franke Leiter der Lokalredaktion E-Mail

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