Donnerstag, 15.11.2018

|

zum Thema

Steigende Terrorgefahr: Neue Kameras im Hauptbahnhof

Bund und Bahn investieren 85 Millionen in Sicherheit an Verkehrskontenpunkten - 13.06.2016 06:00 Uhr

Die Videoüberwachung im Nürnberger Hauptbahnhof wird ausgebaut. © Daniel Karmann/ Symbol (dpa)


Das Bedürfnis der Menschen nach mehr Sicherheit in der Öffentlichkeit wächst angesichts der steigenden Terrorgefahr in Europa und in Deutschland. Sicherheitsbehörden sind darauf eingestellt, dass auch Bahnhöfe zum Ziel von Terroristen werden können. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund haben das Bundesinnenministerium und die Deutsch Bahn beschlossen, die Videoüberwachung in deutschen Bahnhöfen auszubauen.

Im vergangenen Jahr wurde entschieden, das Investitionsvolumen dafür von den ursprünglich geplanten 60 Millionen auf 85 Millionen Euro aufzustocken. Das Investitionsprogramm läuft bis zum Jahr 2023.

Bilderstrecke zum Thema

Top Ten der gefährlichsten Bahnhöfe: Nürnberg ist dabei

Die Bahn hat zusammen mit der Bundespolizei die zehn gefährlichsten Bahnhöfe Deutschlands ausgewählt. Auch Nürnberg ist in der "Top Ten" mit dabei. Bei den betroffenen Bahnhöfen soll die Videoüberwachung wegen hoher Kriminalität und Terrorgefahr verbessert werden. Ein Reise über die gefährlichen Gleise in Bildern.


Beginn noch im Juni

Sicherheitsexperten waren zu dem Schluss gekommen, dass die am meisten gefährdeten Hauptbahnhöfe in Deutschland die in Bremen, Hamburg und Nürnberg sind. An diesen drei Verkehrsknotenpunkten werde noch in diesem Jahr an der Modernisierung und Erweiterung der Videoüberwachung gearbeitet, heißt es bei der Bahn.

In einem Brief an die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl (CSU) bestätigte der DB-Konzernbeauftragte für den Freistaat Bayern jetzt, "dass mit der Umsetzung noch im Juni begonnen wird". Das gab die Abgeordnete in einer Pressemitteilung weiter. Dagmar Wöhrl: "Das gibt den Menschen zum einen ein gesteigertes Sicherheitsgefühl. Zum anderen kann die bessere Videotechnik bei der Überführung von Straftätern helfen."

80 Prozent erfasst

Derzeit sind bundesweit rund 5000 Kameras an rund 700 Bahnhöfen im Einsatz. Weitere 27.000 sind in Regional- und S-Bahnzügen der DB installiert. "Damit sind mehr als 80 Prozent der Fahrgastströme von Videokameras erfasst", so eine Sprecherin der Bahn. Die Bundespolizei alleine hat den Zugriff auf die von den Kameras eingefangenen Bildern. 

Alexander Brock E-Mail

15

15 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg