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Streit um Delfinhaltung geht in eine neue Runde

Tiergarten-Direktor zeigt Unverständnis für Frankreichs Zucht-Verbot - 12.07.2017 13:25 Uhr

Tierschützer kritisieren die Tierhaltung in Delfinarien. Befürworter sprechen von Bedeutung für Artenschutz und Forschung. © Daniel Karmann/dpa


Seit Jahren wogt der Streit um die Zoohaltung von Delfinen in Deutschland - und hat nach einer drastischen Maßnahme in Frankreich neue Nahrung bekommen. Im Nachbarland erließ die noch im Mai amtierende Umweltministerin Ségolène Royal ein Verbot der Nachzucht von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft. Tanja Breining von der Tierrechtsorganisation Peta begrüßt die Entscheidung. "Ein Leben in Freiheit ist immer besser als ein Leben in Gefangenschaft", sagt die Meeresbiologin.

Der Direktor des Nürnberger Tiergartens, Dag Encke, reagiert auf das Verbot in Frankreich ungehalten - und sieht einen Zusammenhang mit der Haltung der Meeressäuger in seiner Einrichtung. Royal sei wohl zugetragen worden, dass Delfine in Deutschland unter Drogen gesetzt würden. Dies weist Encke vehement zurück. "Tiere in den Delfinarien werden medizinisch behandelt, was völlig normal ist", sagt er. Und die Delfinhaltung habe Bedeutung für Artenschutz und Forschung.

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Rückendeckung kommt vom Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten in Berlin, Volker Homes. Die Forschung der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass Delfine artgerecht gehalten werden könnten, sagt er.

Besorgniserregender seien Trends in Ländern wie China oder der Türkei, wo massiv in Zoos investiert werde und andere Standards herrschten. 

dpa

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