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Am 2. Dezember werden Gregor und Aleut zwei Jahre alt. Sie haben inzwischen in etwa die Größe ihrer Mutter erreicht, und viele Besucher können die erwachsene Eisbärin schon nicht mehr von ihren Söhnen unterscheiden. Gregor und Aleut sind aber nicht nur groß geworden. Sie haben sich, ihrem Alter entsprechend, zu ziemlichen Flegeln entwickelt, die immer wieder Streit mit ihrer Mutter suchen und sich auch mal gegen sie auflehnen – wie menschliche Jugendliche in der Pubertät. „Noch hat Vera ihre Jungen im Griff, aber sie beginnen jetzt hin und wieder, gegen sie zu stänkern“, sagt der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau.
Gregor und Aleut kommen langsam in ein Alter, in dem Eisbären in freier Wildbahn ihre eigenen Wege gehen. „Länger als zwei, höchstens drei Jahre, bleiben sie nicht bei ihren Müttern“, erläutert Mägdefrau, „diesen Zeitpunkt wollen auch wir zum Austausch mit anderen Zoos nutzen.“ Allerdings hat der Tiergarten noch keine Nachricht von den Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), die den Jungbären Plätze in anderen Zoos zuteilen.
Mägdefrau hatte eigentlich gehofft, dass die Entscheidung darüber im Rahmen einer EEP-Tagung, die im September in Innsbruck stattfand, fallen würde. „Aber wir warten immer noch auf eine Nachricht.“ Ob Gregor und Aleut zusammenbleiben und in einem Zoo eine kleine Junggesellengruppe bilden werden oder ob sie schließlich in verschiedenen Zoos landen, ist ebenfalls noch nicht klar.
Lange werden die beiden ihre Mutter jedenfalls nicht mehr als „Chefin“ akzeptieren. Damit es nicht so weit kommt, dass die beiden Rabauken Vera ernsthaft angreifen, sollen sie möglichst bald abgegeben werden. Sollte sich die Vermittlung in andere Zoos noch länger hinziehen, hätte der Tiergarten laut Mägdefrau für eine Übergangszeit eine Notlösung parat: „Wir würden dann die zwei Jungbären tagsüber im Stall lassen und nachts ins Freigehege, und mit Vera umgekehrt verfahren, damit sie voneinander getrennt sind. Aber wünschenswert wäre das natürlich überhaupt nicht.“
Sobald die zwei Eisbärenbrüder den Schmausenbuck verlassen haben, darf ihr Vater Felix, der momentan im Nachbargehege untergebracht ist, wieder zu Vera. Bei den Eisbären beginnt die Paarungszeit Ende Februar und dauert bis Ende Mai/Anfang Juni. Im Tiergarten wünscht man sich, dass Felix im Frühjahr Vera erneut decken wird. Eisbärenjunge kommen im Dezember oder Januar zur Welt. Bei Vera war der Geburtstermin bisher immer Anfang oder Mitte Dezember: am 2. Dezember 2010 bei Gregor und Aleut, am 11. Dezember 2007 bei Flocke. „Wir haben die Hoffnung, dass es im Winter 2013/14 wieder ein oder mehrere Eisbärenbabys bei uns gibt“, so Helmut Mägdefrau.
Mi. 19.06.13
Mi. 19.06.13
Fr. 14.06.13
Do. 13.06.13
Do. 06.06.13