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Die Debatte im Kreis- und Umweltausschuss verlief sachlich, wurden doch die Anregungen des Landkreises aus der ersten Anhörung in vollem Umfang umgesetzt. Grundsätzlich geeignet als Vorrangflächen angesehen werden vom Planungsverband unter anderem die Gebiete Wiesentfels-Süd, Sachsendorf-Nordost, Sachsendorf-Ost, Muthmannsreuth-Ost, Pegnitz-Nordwest, Bernheck-Ost und Hüll-Ost.
Geringfügig in Größe und Lage verändert wurden die Flächen Stechendorf-Südwest (wegen des Juragruppe-Wasserschutzgebiets verkleinert), Lindenhardt-Nord (im Osten erweitert), Neuhof-Süd (im Osten verkleinert), Leups-West (im Süden erweitert), Weidensees-West (im Norden zu Waidach und Regenthal und im Süden zu Ottenberg verkleinert) und Weidensees-Ost (im Westen wegen eines Hausbaus verkleinert). Ganz herausgefallen, weil ungeeignet, ist das Areal Aufseß-Nord.
Diskussionen gab es lediglich um eine Massierung solcher Anlagen im Gebiet zwischen Weiglathal, Lindenhardt und Spänfleck, wo im Westen der Autobahn alleeartig sieben und im Osten quer über den Lindenhardter Forst verteilt weitere elf Rotoren geplant sind. Für den Hummeltaler Bürgermeister Richard Müller (CSU) ist das zu viel, vor allem, weil zudem nördlich von Weiglathal auch noch ein Parkplatz auf beiden Seiten der Autobahn entstehen soll.
Mit seinem Vorschlag, drei Anlagen, die am nächsten bei Weiglathal liegen, zu streichen, kam er nicht durch, weil es gesetzlich keine Mengenbeschränkung für Rotoren gebe. Es wurde aber ein Passus in den Beschluss aufgenommen, wonach bei der endgültigen Ausweisung die Stellungnahme der Gemeinde besonders beachtet werden soll.
Für Verwunderung sorgte dagegen das Genehmigungsverfahren in der Region Oberpfalz-Nord, wo zwar die Gesamtfläche reduziert, die Zahl der Gebiete direkt an der Grenze zum Landkreis Bayreuth aber von vier auf elf erhöht worden ist und zwar ohne Rücksicht auf Abstandsflächen. So sind dort Windräder nur 190 Meter vom nächsten Haus oder 800 Meter vom Ferienzentrum in Mehlmeisel eingezeichnet.
Das wird es nach Intervention von Landrat Hermann Hübner nicht geben, wie überhaupt das ganze Fichtelgebirge freigehalten werden soll. Auch einem Windrad nur 650 Meter östlich der Kleinkrausmühle im Bereich der Stadt Pegnitz wird nicht zugestimmt.
Gut möglich sind aber laut Landrat Hübner Windanlagen im östlichen Bereich des Kütschenrains, obwohl solche Rotoren unweit davon auf dem Gebiet des Marktes Schnabelwaid vom Verwaltungsgerichtshof als unzulässig beurteilt worden sind.



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