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„Viele Leute haben uns gesagt, dass sie begeistert sind und dass die Veranstaltung absolut kein Einheitsbrei war. Es war ein super Abend“, berichtet Mitveranstalter Benedikt Wolff stolz, der mit Andi Wallner die Party auf die Beine stellte. Und Einheitsbrei gab es tatsächlich weder zu sehen noch zu hören oder zu schmecken. Der Lichtkünstler Robert „Adler“ Königseder, eine Größe in der Psychedelic-Rock-Szene, verwandelte den Konzertsaal in einen farbenfrohes Spektakel.
Mit Öltropfmaschinen, mehreren übereinander gelagerten Halogenprojektoren, mit Dia-Shows und anderen, teils selbstgebastelten Lichteffekten untermalte er komplett analog die Musik.
Innerhalb weniger Sekunden wechselten sich beispielsweise Bilder von Astronauten, Indianern, Fraktalmustern oder wabernden Farbtropfen ab und versetzten die Zuschauer in einen optischen Sinnesrausch. Auch die Musik war alles andere als alltäglich: Den Anfang gaben „The Magic Twangers“ aus Nürnberg. Mit ihrem instrumentalen 60er Jahre Surf-Rock schmissen sie das Kopfkino der Zuhörer an und erinnerten an Soundtracks aus Tarantinofilmen.
Schon ab dem zweiten Song schwangen die Pegnitzer das Tanzbein und ließen sich ein auf die rohe Kraft von voll aufgedrehtem Federhall, von glühenden Röhrenverstärkern in bester Dick Dale- oder The Ventures-Manier.
Um Mitternacht wurde dann das neue Jahr mit Wunderkerzen begrüßt. Andere sahen sich draußen das Feuerwerk über Pegnitz an. Um das Brauereigebäude nicht zu gefährden, durften in der unmittelbaren Umgebung keine Raketen abgeschossen werden. Als Trost hatte man vom Berg aus einen guten Blick auf die Kracher der Stadt.
Danach lichteten sich die Reihen der Feiernden — zu denen auch Bürgermeister Uwe Raab gehörte — in der urigen Abfüllerei. Wer blieb oder neu hinzukam, konnte sich jetzt auf Raritäten von drei sich abwechselnden DJ‘s freuen.
Das Duo Schmied und Timber sowie Gerald Wildenauer legten echte Vinylscheiben auf, hauptsächlich Soul und Funk aus den 60ern und 70ern.
Auf die Probleme von „Microstock“, der ersten Veranstaltung hier acht Tage zuvor, hatte man reagiert. So gab es diesmal einen mit Kerzen gemütlich ausgeschmückten Außenbereich, wo sich die jungen Leute mehr verteilen konnten, und wo auch ein zusätzlicher Toilettenwagen stand.
Gegen die Kälte wurde eine Feuertonne aufgestellt. Aufwärmen konnte man sich aber auch mit einer „Voodoo-Bowle“, einer Art Feuerzangenbowle, oder mit Pizzastücken.
Für so eine Brauerei-Location ist natürlich Bierausschank obligatorisch. Aber die Partyfans konnten auch aus einer ganzen Reihe von Bio-Getränken wie Minze-Zitronenlimonade oder Schnäpsen wie Haselnussbrand aus der Fränkischen Schweiz wählen.
Konkret geplant ist zwar künftig noch nichts. Aber Mitveranstalter Andi Wallner sagte: „Der Test war gut. Da blickt man schon positiv nach vorn“.



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