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Die Asamkirche konnte die vielen Beerdigungsgäste kaum fassen. Fahnenabordnungen hatten an den Seitenaltären Aufstellung genommen. Ein schlichter Sarg und ein Foto des beliebten Seelsorgers, mit schwarzem Trauerflor versehen, sowie zahlreiche Geistliche und Ehrengäste gaben dem Requiem einen würdigen Rahmen. Hauptzelebrant war Dekan Pater Dominik Sobolewski.
Innerhalb nur eines Jahres musste die Pfarrei schon zum zweiten Mal Abschied von einem Geistlichen nehmen, sagte Regionaldekan Dr. Josef Zerndl bewegt. Als ehemaliger Militärpfarrer sei er Heinz Fuchs, der diese Aufgabe ebenfalls einige Jahre ausübte, persönlich sehr verbunden gewesen. In seinem Lehrberuf Maurer sei es genauso gewesen wie im späteren Beruf als Pfarrer. Immer galt es, mit Kraft, Geschick und Augenmaß das zu gestalten, was sich andere ausgedacht haben. Das gelte für Gebäude und für die Kirche.
Obwohl die Gläubigen vom Krankenhausaufenthalt wussten, sei die Nachricht vom Tod des Pfarrers doch überraschend gekommen, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johannes Lindner. Er erinnerte an das 40-jährige Priesterjubiläum, das 2001 als „großer Festtag des Glaubens“ von der ganzen Gemeinde erlebt wurde. Am 12. März hatte sich die Priesterweihe zum 50. Mal gejährt. Das Jubiläum sollte später in diesem Jahr noch gefeiert werden. „Dazu kommt es nun leider nicht mehr.“ Viel Engagement erforderte für Pfarrer Heinz Fuchs die Kirchenrenovierung vor 15 Jahren.
Den Titel „Geistlicher Rat“ habe er gar nicht so gerne gehört, sagte Lindner. Immer habe er in seiner volksnahen, unkomplizierten und bescheidenen Art bei dieser Anrede geantwortet „Ich bin der Pfarrer Fuchs.“ Heimat hatte für ihn große Bedeutung, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Deshalb sei es für ihn auch klar gewesen, den Lebensabend in Michelfeld zu verbringen. An der Seite der Pfarrer Wolfring und Wallner fand der beliebte Seelsorger seine letzte Ruhestätte.
„Er war Pfarrer, Freund und Kamerad. Er war einer von uns“, sagte Ronald Schmiedl im Namen aller Vereine der Pfarrei. Mit den Fahnenabordnungen habe man die Wertschätzung für Fuchs zum Ausdruck bringen wollen. Im Namen von Regens Wagner dankte Schmiedl dem langjährigen engen Wegbegleiter.
Aktive und ausgefüllte Jahre habe Pfarrer Heinz Fuchs in Michelfeld verbringen dürfen, sagte Bürgermeister Joachim Neuß. Dabei war er kein theologischer Theoretiker, sondern wirkte praktisch und lebensnah. „Er hat die Herzen erreicht und für sich gewonnen.“ Er bleibe als wertvoller und beliebter Mensch in Erinnerung.



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