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Sonntag, 17.02.2019

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Auerbach: Handballer mussten erst den Rost abschütteln

SG Auerbach/Pegnitz feiert im ersten Spiel der Rückrunde einen 31:25-Erfolg über den HSV Hochfranken - 27.01.2019 15:25 Uhr

Alexander Tannenberger im Anlauf auf das Tor des HSV Hochfranken. Die Auerbacher mussten ein hartes Stück Arbeit leisten, um die Gäste letztlich noch deutlich mit 31:25 zu bezwingen. © Klaus Trenz


Nach zähem Beginn erwies sich die Schnödt-Sieben über weite Strecken der Partie als das bessere Team, auch wenn man sich das Leben immer wieder selbst schwermachte. Ein Zwischenspurt von der 45. bis zur 55. Minute genügte letztlich, um den auch in der Höhe verdienten Sieg einzufahren. Während die Gäste weiterhin mitten im Abstiegskampf stecken, verbesserte sich die SG um einen Platz und belegt mit nun 14:14 Zählern Rang Acht.

Man merkte beiden Teams die lange Pause an. Unsicherheiten und Fehler auf beiden Seiten prägten die ersten 20 Minuten dieser ersten Rückrundenpartie. Die ohne ihren Trainer angereisten Gäste erwischten den besseren Start und lagen nach knapp fünf Minuten mit 3:1 in Führung. Der HSV Hochfranken hatte dabei sogar noch einen Strafwurf vergeben. Die Gastgeber wirkten in dieser Phase sowohl geistig als körperlich noch etwas unbeweglich.

Unvorbereitete Würfe

Unvorbereitete und ungenaue Würfe wechselten sich mit Fehlern in der Abwehr ab, sodass die Gäste den Ball schneller als nötig erhielten und trotz frühzeitig erkennbarer Probleme mit dem geharzten Ball besser in die Partie fanden. Erstmals in der 11. Minute gelang der SG durch zwei kurz hintereinander gewohnt sicher verwandelte Pankraz-Strafwürfe der Ausgleich zum 5:5, nur um weitere zehn Minuten später erneut mit zwei Toren in Rückstand zu liegen (7:9).

Danach jedoch zeigte die kurz zuvor von Matthias Schnödt genommene Auszeit Wirkung. Maxim Pankraz verwandelte im zweiten Anlauf einen von Vladimir Michanek gehaltenen Strafwurf und auch Thomas Wilke griff nun häufiger ins Spielgeschehen ein. Innerhalb einer Minute hatten die Gastgeber das Ergebnis zu ihren Gunsten gedreht und eine knappe Führung erzielt (10:9), eine Führung, die sie bis zum Ende nicht mehr abgaben.

"Wir hatten Probleme ins Spiel zu finden", gab Schnödt zu. "Das ist nach einer so langen Pause aber ganz normal, da weiß man nicht, wo man steht, man ist noch unsicher in den Abläufen und muss erst den Rost abschütteln. Außerdem ist Hochfranken ein unangenehmer Gegner, auf den man sich erst einstellen muss."

Das gelang den Blau-Weißen mit zunehmender Spieldauer immer besser. So bekam man das gegnerische Spiel über den Kreis immer besser in den Griff. Auch der ebenso junge wie überraschend starke Spielmacher Julius Meinel wurde immer häufiger zu Fehlern gezwungen. Auch wenn die Gäste sich noch lange nicht geschlagen gaben und die Bergstädter sich selbst immer wieder Fehler leisteten, konnte die SG ihren Vorsprung bis zur Pause (14:11) auf drei Tore ausbauen.

Danach legte das Heimteam immer wieder einen Treffer vor, ließ den Gegner aber weiterhin im Spiel und hatte trotz einer gefühlten Überlegenheit bis zur 45. Minute lediglich zwei Tore Vorsprung (21:19). Drei Minuten und drei unbeantwortete Tore später leuchtete eine vorentscheidende Führung von der Anzeigentafel (24:19). Die Gäste waren an diesem Tag nicht in der Lage, das Spiel noch einmal zu drehen.

Widerstand war gebrochen

Letztmalig in der 50. Minute verkürzten sie um einen Treffer (25:21), ehe ein Zwischenspurt der Hausherren mit fünf Toren am Stück für die endgültige Entscheidung sorgte. Beim Stand von 30:21 (54.) war der Widerstand der Gäste gebrochen. Am Ende stand ein auch in der Höhe verdienter Sieg der Heimmannschaft zu Buche, der bei Matthias Schnödt mehr Zufriedenheit als Fragen aufwarf.

"Natürlich bin ich nicht mit allem zufrieden, was wir heute gezeigt haben. Das Wichtigste ist aber, dass wir über weite Strecken das bessere Team waren und mit einem Sieg in die Rückrunde starten. Wir haben auch immer wieder gute Ansätze gezeigt, in denen wir sehr gut umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt wissen wir, wo wir stehen und können uns auf das Derby am kommenden Wochenende gegen Sulzbach noch besser vorbereiten. Das wird mit Sicherheit ein völlig anderes Spiel, in dem wir von Beginn an auf dem Posten sein müssen und werden."

SG Auerbach/Pegnitz: Kroher, Seiffert, Tannenberger (2), Schnödt (2), Hofmann Mo., Brendel-Suchanek, Weisser, Eckert (1), Hofmann A. (2), Kolb, Pankraz (10/7), Kraus, Schalanda (2), Wilke (12).

HSV Hochfranken: Fritsch (3), Schönberner (2), Stöckert (3), Ludwig, Michanek, Pich (4), Dir (3/1), Köhler, Krauß, Dorschner (2), Nützel (7/5), Meinel (1), Riedel, Herkt. 

HARALD WEIDMANN

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