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Schon Anfang 2011 hatten ihn die Nordbayerischen Nachrichten nach seinen politischen Zielen nach der Kommunalwahl 2014 befragt. Damals wusste Neuß, der seit 2008 Chef im Auerbacher Rathaus ist, noch nicht, ob er wieder zur Verfügung stehen wird. Inzwischen klingt er schon überzeugter: „Wenn es nach mir geht, und die Rahmenbedingungen so bleiben, wenn Stadtrat und Verwaltung weiter so gut mitziehen, dann Ja.“
Joachim Neuß ist ein Bürgermeister mit vielen Visionen. Beim so genannten „Durchschnittsbürger“ stoßen seine Ziele und Projekte nicht immer auf einhellige Begeisterung. Für konstruktive Kritik sei er jederzeit offen, über sinnvolle Anregungen freue er sich sogar und sei dankbar. Notorische Meckerer hingegen mag der Rathaus-Chef nicht, wie er selbst im NN-Gespräch sagt. Ob er Kritik vertrage, hänge auch von der Tagesform und der persönlichen Beziehung zum Kritiker zusammen. Er selbst könne es nicht beurteilen, ob er „Kritik verträgt“. „Das müssen andere tun. Bloßes Lästern, denke ich, gefällt wohl niemandem.“
Ein bisschen lästern, ein bisschen spitz daherreden, das wird in wenigen Tagen ohnehin beginnen. Mit der Inthronisierung der Prinzenpaare am 21. Januar beginnt bei der „Stadtgarde“ die Hochphase der närrischen Jahreszeit. „Ich fürchte mich nicht davor“, lacht der Bürgermeister, der selbst vor 24 Jahren mit der heutigen Gattin als Prinzenpaar sehr aktiv im Fasching war. Er sei sich „seiner Sünden“ durchaus bewusst. „Diese können von mir aus gerne thematisiert werden.“ Trotzdem werde er zur Inthronisierung keine Stricksachen anhaben, sagt er spitzbübisch. „Das wäre wohl zu warm“.



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