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Auerbacher Handballer starten mit deutlicher Niederlage

SV 08 zeigte gegen Regensburg mangelnde Chancenverwertung und Defizite in der Abwehr - 17.09.2017 22:18 Uhr

Der Regensburger Gäste-Keeper Simon Rada (in Gelb) lieferte im Spiel gegen den SV 08 Auerbach eine starke Parade ab. Am Ende verloren die Weiß-Blauen den Saisonauftakt. © Foto: Susanne Hess


"Wenn man so viele gute Chancen vergibt, wenn man den Gegner machen lässt, was er will, und wenn dann noch die Torhüter einen unglücklichen Tag erwischen, dann kann man sich nicht über ein so deutliches Ergebnis beklagen." Mit deutlichen Worten zog Matthias Schnödt ein enttäuschtes Fazit der Partie. Er wies jedoch auch gleich darauf hin, dass die SG Regensburg kein echter Gradmesser für den SV 08 Auerbach sein könne. Viel zu groß sei der Unterschied zwischen den Domstädtern, die um den Aufstieg in die Bayernliga mitspielen wollen, und dem um den Klassenerhalt kämpfenden SV 08.

"Regensburg hat guten Landesliga-Handball gezeigt. Sie haben schnell und druckvoll gespielt, sichere Pässe, kaum Fehler, da muss schon alles funktionieren, wenn man eine Chance haben will", zeigte sich Manager Peter Hackenberg beeindruckt von dem Gegner, aber gleichzeitig nicht übermäßig enttäuscht von der Auftaktniederlage der Blau-Weißen.

Auerbach, ohne den verletzten Maxim Pankraz und den privat verhinderten Karsten Herold, tat sich von Anfang an schwer, in die Partie zu finden. Es dauerte bis zur 2. Minute, bis Julian Eckert das erste Tor der Saison erzielte und damit für die einzige Führung der Gastgeber sorgte. Eine Führung, die leider nur zehn Sekunden anhalten sollte. Bereits der nächste Angriff bedeutete eine gewisse Weichenstellung für das gesamte Spiel, als Neuzugang Jan Wislicenus gleich den ersten Strafwurf vergab und damit eine ganze Reihe vergebener Großchancen einläutete.

Immer wieder scheiterten die Gastgeber am gut haltenden Gäste-Keeper Simon Rada, aber auch an ihrer eigenen Ungenauigkeit. So war es für die Gäste ein Leichtes, bis zur 14. Minute auf 2:7 davonzuziehen. Doch so schnell wollten sich Schnödt und die Seinen dann doch nicht ergeben. Schnödt, der sich am Vorabend im Training eine schmerzhafte Fersenprellung zugezogen hatte und kaum auftreten konnte, biss sich förmlich durch das Spiel, versuchte defensiv zu retten, was zu retten war und störte wenigstens zeitweise die Angriffsbemühungen der Gäste.

"Kämpfen, Auerbach, kämpfen!", tönte es von den ungewöhnlich gering besetzten Rängen, und Auerbach kämpfte, kam noch einmal auf drei Treffer heran (4:7). Doch Regensburg hatte immer eine Antwort parat. So brachte das von den Gästen gewählte 5-1-Abwehrsystem den Angriff der Hausherren klar aus dem Konzept.

"Wir hatten mit einer 6-0-Deckung gerechnet und die ganze Woche entsprechend trainiert. Da wir heute mit Lukas Weisser einen Spieler auf Halbrechts hatten, der sein erstes Spiel im Männerbereich absolviert hat, da ist es ganz natürlich, dass er sich von solch einer Änderung mehr beeindrucken lässt, als alte Hasen wie ich oder Maxi Hofmann. Ich finde, er hat seine Sache sogar sehr gut gemacht", erklärte Schnödt die Unsicherheiten seiner Angriffsreihe.

Regensburg hatte die Partie im Griff und ließ den Gastgeber nicht näher als vier Treffer herankommen. Beim Stand von 10:14 wurden die Seiten gewechselt. Die zweite Hälfte brachte wenig Änderung. Auerbach scheiterte immer wieder selbst aus aussichtsreichster Position und ließ defensiv dem Gegner zu viel Raum. "Wir waren in der Abwehr fast immer einen Schritt zu spät dran oder haben unsere Defensivaktionen nicht zu Ende gespielt", so die Einschätzung von Co-Trainer Maximilian Hofmann.

SV 08 Auerbach: Kroher, Friedl, Tannenberger (8), Schnödt, Hofmann M. (4/3), Brendel-Suchanek (1), Weisser (3), Ziegler, Eckert (3), Wislicenus (2/1), Hofmann A., Schalanda (1), Bürger (2). 

HARALD WEIDMANN

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