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Nach dem Tod des Kühlenfelser Unternehmers Roland Belz im Februar war das Unternehmen - wie berichtet - in finanzielle Schieflage geraten, da sich niemand fand, der die Verluste – wie Belz – ausglich. Jetzt liegt es laut König an Witwe Irmgard Belz, ob sie das Erbe annimmt und einen neuen Geschäftsführer bestellt. Mitte nächster Woche könnte bereits ein Beschluss fallen.
Jochen König ist im Gespräch mit den Nordbayerischen Nachrichten zuversichtlich, dass die Gesellschaft fortgeführt werden kann: „Da kann man etwas machen.“ Er betont, dass die Manufaktur und das Landgut nicht von der Insolvenz betroffen seien. Am Donnerstag war er auf Schloss Frankenberg, das im südlichen Steigerwald inmitten von Weinbergen liegt, um sich ein Bild zu machen und die Mitarbeiter über die aktuelle Situation zu informieren.
Einer von ihnen sagte am NN-Telefon, die Beschäftigten seien positiv überrascht, denn man hat mit schlimmeren Nachrichten gerechnet. Die Mitarbeiter stünden loyal zu dem Betrieb und würden zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dabei ist der Mai-Lohn bisher nicht ausgezahlt worden.
Die Frage ist, warum die Aagland’sche Hotel- und Gaststättengesellschaft Verluste schreibt, obwohl das Objekt von den Gästen gut angenommen wird. In einem Monat zählte man 3500 Besucher. Jochen König vermutet, dass der alleinige Gesellschafter Roland Belz „keine kleinen Brötchen backen wollte“, sondern gleich etwas Perfektes auf die Beine stellen wollte. „Doch derzeit reichen die Umsätze nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.“ Zudem sei die GmbH nach dem Tod von Belz führungslos gewesen.
Im Jahr 2008 hatte Roland Belz Schloss Frankenberg gekauft. Die noch nicht abgeschlossene Sanierung ist eine Millioneninvestition. Belz schwebte ein Projekt vor, bei dem Nachhaltigkeit an erster Stelle steht. Er begann das Kernschloss zum Hotel auszubauen, richtete im Amtshaus ein Café ein und gestaltete die „Meierei“ um.



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