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Zunächst geht es um einen dubiosen Autohandel. Der 44-Jährige Angeklagte importierte Fahrzeuge aus Amerika und verkaufte diese in Deutschland weiter. Zwei Kunden leisteten eine Anzahlung von insgesamt 32000 Euro, doch die bestellten Audi haben sie bis heute nicht erhalten.
Der 44-Jährige stellt sich aber als Opfer dar. „Ich war nur Vermittler.“ Er habe bei den Geschäften mit einem weiteren Autohändler zusammengearbeitet. „Ich hab‘ mehrere Autos bei ihm bestellt, es hat immer alles funktioniert.“
Doch in diesem Fall wurden die Fahrzeuge nicht geliefert. „Ich hab‘ dem Händler die 32000 Euro in Nürnberg übergeben und dafür 500 Euro Provision erhalten“, schildert er. Einige Zeit später sei dieser verschwunden. „Ich hab‘ in ganz Deutschland nach ihm gesucht, in Nürnberg, Würzburg, Hamburg.“
Der Anklagte erstattete Anzeige. Die Polizei konnte den dubiosen Händler jedoch bisher nicht finden. „Polizeiliche Ermittlungen haben ergeben, dass die Person, die Sie uns genannt haben, nicht existiert“, stellt der Vorsitzende Richter Michael Eckstein klar.
Gegen den Angeklagten spricht seine Vorgeschichte. Er saß bereits längere Zeit im Gefängnis und hatte schon früher bei Autoverkäufen Kunden nach der gleichen Masche abgezockt.
Dazu kommen weitere Straftaten: Der Plecher soll den Polo einer Bekannten verkauft und den Erlös in die eigene Tasche gesteckt haben. Für ein neues Auto forderte er von der Frau eine Anzahlung in Höhe von 2000 Euro. Auch diese Frau hat bis heute kein neues Auto erhalten.
Damit nicht genug: Obwohl der 44-Jährige kein Geld hatte, mietete er zusammen mit einem Kumpel, einem 37-Jährigen aus dem Raum Betzenstein, ein Sonnenstudio in Pegnitz. Rund 10000 Euro sollten die beiden für die Ablöse der Geräte zahlen. Doch der Besitzer des Sonnenstudios wartet noch bis heute auf einen Teil dieser Summe.
Auch in diesem Fall sieht sich der 44-Jährige als Opfer: „Wir sind über den Tisch gezogen worden, einige Geräte haben nicht funktioniert und deshalb haben wir nicht alle Raten gezahlt.“
Außerdem habe der Besitzer von Einnahmen zwischen 3000 und 6000 Euro im Monat erzählt. „Wir hatten aber nur einen Umsatz von rund 1000 Euro im Monat.“ In neue Geräte, Reparatur und die Renovierung des Sonnenstudios hätten die beiden Männer zudem rund 7000 Euro investiert. Weil die Ablöse nicht gezahlt wurde, kam der Gerichtsvollzieher. Der Besitzer ließ das Studio räumen.
Reue zeigt der zweite Angeklagte: „Ich hab‘ den Vertrag unterschrieben, obwohl ich eine eidesstattliche Versicherung abgelegt hab‘. Mir waren die Folgen nicht bewusst. Ich sah es als Chance, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen“, sagt der Betzensteiner. „Wir haben vereinbart, dass ich mich um das Handwerkliche kümmere und mein Kumpel übernimmt das Finanzielle.“
Der Betzensteiner hat mittlerweile einen Vergleich mit dem Besitzer des Sonnenstudios geschlossen. 2500 Euro zahlt er in Raten zurück, doch damit bleiben weitere Schulden in Höhe von etwa 1000 Euro.
Während der 37–Jährige nur in diesen Fall verwickelt war, soll sein Kumpel, der bis 2013 unter Bewährung steht, noch gegen Weisungen während der Führungsaufsicht verstoßen und Werkzeuge aus einer gemieteten Werkstatt in Plech verkauft haben. Die Verhandlung wird heute und morgen fortgesetzt. Mehrere Zeugen werden erwartet.



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