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Laut Bahnchef Grube sei der Franken-Sachsen-Express derzeit leider nur defizitär zu betreiben. Um über 2013 hinaus Perspektiven geben zu können, bedürfe es intensiver Abstimmungen zwischen den Aufgabenträgern des Schienenpersonennahverkehrs in Bayern und Sachsen sowie der DB AG. Allerdings gestalteten sich die Verhandlungen vor dem Hintergrund verringerter finanzieller Spielräume äußerst schwierig.
Aufgrund von Ausschreibungsfristen stünden die Verhandlungspartner zudem unter großem Zeitdruck. Um rasch zu einem positiven Ergebnis zu kommen, werden sich auf Initiative von Grube und Ramsauer kurzfristig alle Beteiligten zusammenfinden, um die Hürden zu überwinden.
Von mittel- bis langfristiger Natur sei die Zielsetzung des Bundes, die Sachsen-Franken-Magistrale Dresden—Nürnberg zu elektrifizieren und auch für Elektrozüge von Prag nach Nürnberg befahrbar zu machen. „Die durchgehende Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale einschließlich des Abschnittes von Marktredwitz aus bis zur Landesgrenze Deutschland/Tschechien ist für den Bund von hoher verkehrspolitischer Bedeutung“ erklärte Verkehrsminister Ramsauer.
Im Entwurf des Fünfjahresplanes für den Ausbau der Schienenwege des Bundes von 2011 bis 2015 sei die Fortführung der Elektrifizierung von Hof nach Nürnberg und Schirnding enthalten. Dementsprechend sollen hierfür die Planungen vorangetrieben werden. Nach Jahren des Rückschritts und der Konsolidierung könnten für Bayreuth die Signale wieder auf Grün gesetzt werden, sagten die Bahnverantwortlichen. „Bayreuth droht damit nicht mehr dauerhaft aufs Abstellgleis gestellt zu werden“, so Koschyk. Nach den Worten von OB Hohl stellt die Bahnanbindung die Achillesferse der Stadt dar. Deshalb sei man auf spürbare Fortschritte dringend angewiesen. Gerade strukturelle Triebkräfte, wie die Universität Bayreuth, Großunternehmen wie der Zigarettenhersteller BAT und der Netzbetreiber Tennet oder weltweit tätige Mittelständler würden die letzten Bahnkilometer nach Bayreuth beklagen, die aufgrund von Komfortmängeln, häufigen Haltens oder wegen überfüllter Züge oft zur Geduldsprobe werden.
Als von vielen Bahnkunden ersehnte Verbesserung werde von der Stadt zudem eine Verdichtung des Taktes von Bayreuth nach Nürnberg angestrebt. Hierzu seien umfangreiche Verhandlungen mit dem Aufgabenträger für den Bayerischen Schienenpersonennahverkehr, womöglich auch Investitionen in die Infrastruktur erforderlich. „Die Taktverdichtung wäre insbesondere in den Hauptverkehrszeiten ein großer Gewinn für uns“, so OB Hohl.



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