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Begehrtes Erdgas für Firmen, Schule und Privatleute

Bürgermeister Josef Springer: Monumentaler Schritt für Energieversorgung - 28.09.2017 11:45 Uhr

Die Marktgemeinde wird mittelfristig mit Gas versorgt. Den Konzessionsvertrag unterzeichneten Bürgermeister Springer (v. l.) und Ingo Schroers (v. r.) vom Bayernwerk. Hier mit Firmenvertreter (von hinten links) Thomas Rubenbauer (Schlenk), Herbert May (Seda) und Josef Laus (Kaiser Bräu) sowie Burkhard Butz vom Bayernwerk. © Foto: Brigitte Grüner


Manche Dinge brauchen Zeit. So auch die Vorbereitungen für die künftige Gasversorgung der Marktgemeinde. Drei Jahre wurde verhandelt, bis die Unterzeichnung des Konzessionsvertrages am Dienstagnachmittag erfolgen konnte.

Erdgas eröffne viele Möglichkeiten für die örtlichen Betriebe und die Bürger, sagte der Bürgermeister. Es sei nicht selbstverständlich, dass eine 3000-Einwohner-Gemeinde an eine Erdgastrasse angebunden werde.

Für Neuhaus sei dies ein wichtiges Strukturprojekt. Auch Ingo Schroers als Geschäftsbereichsleiter für Kommunen freute sich, dass starke Partner vor Ort gefunden wurden. Er sprach von einer guten Lösung.

Die vorbereitende Arbeit von Bayernwerk-Kommunalbetreuer Burkhard Butz ist mit der Unterzeichnung noch nicht zu Ende. Butz sprach von eineinhalb spannenden Jahren. Es waren Gespräche mit dem Bayerischen Gemeindetag nötig.

Mit Bürgermeister Springer persönlich sei er unterwegs gewesen, um eine geeignete Trasse zu finden. Momentan laufen die Grundstücksverhandlungen. Diese sollen möglichst bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Die Erdgasleitung kommt aus Großmeinfeld in der Gemeinde Hartenstein, wo sich ein möglicher Übergabepunkt befindet. Von dort aus wird die Leitung komplett unterirdisch über Bärnhof und Rothenbruck nach Neuhaus verlegt. Besondere Herausforderungen für die 9,3 Kilometer lange Trasse sind die Querung der Pegnitz und der Bahnstrecke.

In Rothenbruck wird ein Gasanschluss für die Schlenk Metallic Pigments GmbH vorgesehen. In Neuhaus hat die Firma Seda Germany Interesse. "Es ist für uns eine strategische Entscheidung und nützt künftigen Produktionsprozessen", erklärte Herbert May. Viel Energie benötigt die Brauerei am Auwald.

Die Kaiser Bräu will weg vom Erdöl und möchte auf Erdgas umstellen, betonte Josef Laus. Neben der Gemeinde sind diese drei Firmen die ersten Erdgas-Netzkunden und ermöglichen mit ihrer Partnerschaft die Erdgaserschließung. Die Marktgemeinde möchte die energieintensive Kläranlage und die Schule vorrangig an das Gasnetz anschließen, sagte Bürgermeister Springer.

Rund 1,4 Millionen Euro wird der Bau der Erdgasleitung kosten. Die Inbetriebnahme soll im Herbst 2018 erfolgen. Mit der Konzessionsvergabe räumte die Gemeinde dem Bayernwerk ab 1. Januar nächsten Jahres formal das Recht ein, für die kommenden 20 Jahre das Gasnetz auf dem Gemeindegebiet zu betreiben. Versorgungsanlagen und Leitungen können auf gemeindlichen Wegen und Grundstücken errichtet werden. Die Kosten für das Energieunternehmen amortisieren sich mittelfristig durch Anschlussgebühren und den Verkaufserlös.

Gemeinde und Bayernwerk wünschen sich, dass die Erdgasversorgung auch für viele Neuhauser interessant wird. An zwei Abenden sollen interessierte Gewerbebetriebe und Bürger über einen Anschluss an das neue Erdgasnetz informiert werden.

ZDie Termine der Infoabende: Donnerstag, 25. Januar 2018, und eine Woche später am Donnerstag, 1. Februar 2018.  

BRIGITTE GRÜNER

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