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Brauereichef starb völlig überraschend

Helmut Stöckel aus Hintergereuth wurde 78 - 02.02.2013

HINTERGEREUTH  - Plötzlich und unerwartet starb am vergangenen Mittwoch, 30. Januar, im Alter von 78 Jahren der bekannte Braumeister und Seniorchef der Hintergereuther Brauerei Stöckel, Helmut Stöckel.

Der Hintergereuther Brauerei-Seniorchef Helmut Stöckel ist mit 78   verstorben.<autor>Repro: Weichert
Der Hintergereuther Brauerei-Seniorchef Helmut Stöckel ist mit 78 verstorben.Repro: Weichert
Der Hintergereuther Brauerei-Seniorchef Helmut Stöckel ist mit 78   verstorben.<autor>Repro: Weichert
Der Hintergereuther Brauerei-Seniorchef Helmut Stöckel ist mit 78 verstorben.Repro: Weichert

Die Beerdigung findet am heutigen Samstag um 10 Uhr auf dem Friedhof in Volsbach statt. Helmut Stöckel hinterlässt seine Ehefrau Maria Magdalena und seinen Sohn Georg, der mit 19 Jahren der jüngste Braumeister Deutschlands war und nach derzeitigem Stand die Brauerei und das Gasthaus weiterführen wird.

Für seine Familie kam der Tod von Helmut Stöckel völlig überraschend. Geboren wurde der spätere Brauereibesitzer am 18. Mai 1934 in Hintergereuth, wo er mit seinen drei Brüdern aufwuchs.

Nach dem Tod seines Vaters Georg Stöckel übernahm Helmut Stöckel zusammen mit seinem Bruder Oswald im Jahre 1966 die Familien- und Traditionsbrauerei, die 1866 gegründet wurde.


Damals gehörte auch noch eine Landwirtschaft dazu. Nach der Brauerlehre legte Helmut Stöckel 1961 die Meisterprüfung im Brauer- und Mälzerhandwerk ab. Im selben Jahr wurde das heutige Sudhaus errichtet.

Mitte der 1970er Jahre wurde die Brauerei Stöckel um verschiedene Gär- und Lagertanks erweitert, Anfang der 1980er Jahre konnte dann bereits die große Lagerhalle gebaut werden.

1984 baute Helmut Stöckel das Wohn- und Gasthaus neu auf, bevor er 1986 seine aus Oberbayern stammende Frau Maria Magdalena heiratete. Der in der Firma stets aktiven Ehegattin war es auch zu verdanken, dass die Brauerei Stöckel im Jahr 1997 erstmals ihr eigenes Weißbier braute.

Immer wieder hatte Helmut Stöckel über die Jahre hinweg in die Modernisierung seiner Brauerei investiert. Anfang der 1990er Jahre wurden die Malzsilos gebaut, die Schroterei automatisiert und das Kühlschiff auf ein moderneres Verfahren umgestellt.

1998 konnte die moderne Flaschenabfüllanlage der Brauerei in Betrieb genommen werden, ein Jahr später starb Helmut Stöckels Bruder Oswald und Helmut Stöckel wurde alleiniger Inhaber der Brauerei.

2002 kam bei dem prosperierenden Hintergereuther Unternehmen eine zeitgemäße Fassfüllanlage hinzu, 2008 folgte noch die Modernisierung der Filteranlage des Betriebes.

Gläubiger Mensch

Helmut Stöckel war ein sehr gläubiger Mensch, dessen ganzer Stolz die eigene Hauskapelle war. Helmut Stöckels größte private Leidenschaften waren die Fischerei inklusive eines eigenen Fischweihers und die Jagd. Jahrzehntelang war Helmut Stöckel Jagdpächter in Gereuth.

Mitglied war der verstorbene Brauereichef unter anderem bei der Feuerwehr Gereuth und der Soldatenkameradschaft Volsbach.

  

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