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Donnerstag, 21.06.2018

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Bronner sorgt sich um Qualität des Grundwassers

Firma Geissel lagert zahlreiche Lkw auf Firmengelände zwischen — Landratsamt stellte keine Gefährdung fest - 13.03.2018 16:59 Uhr

Auf dem Gelände der Firma Geissel Export stehen zahlreiche Lkw-Anhänger auf unbefestigtem Grund. Sie warten auf ihren Abtransport. © Luisa Degenhardt


Der Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hat Angst um die Qualität des Trinkwassers. Bei einem Besuch in Bronn zeigt sich, dass zahlreiche Lkw-Anhänger auf der Wiese stehen, einige Lkw mit Führerhaus stehen auf befestigtem Grund. Der Hausmeister der Firma, der ebenfalls nicht namentlich in der Zeitung erwähnt werden möchte, erklärt gegenüber den NN: "Bei den Anhängern auf unbefestigtem Grund können keine Flüssigkeiten auslaufen." Die drei Lkw mit Führerhaus stünden auf befestigtem Grund.

Export nach Syrien

Die Lastkraftwagen und die etwa 30 Anhänger warten auf ihren Abtransport. Denn die Flächen in Bronn dienen nur als Zwischenlager. Der Firmeneigentümer, Ahmad Geissel, exportiert die ausrangierten Fahrzeuge nach Syrien. "Nachdem das gerade nicht möglich ist, stehen sie hier", erklärt der Hausmeister. Der Firmeninhaber ist an diesem Tag nicht zu sprechen. Laut dem Hausmeister war vor einigen Wochen das Landratsamt vor Ort, um sich davon zu überzeugen, dass von den Anhängern keine Gefahr fürs Trinkwasser ausgeht.

Das bestätigt auch Michael Benz, Sprecher des Landratsamtes Bayreuth. "Vor einiger Zeit hat ein Mitarbeiter des Wasserrechts einen Ortstermin wahrgenommen, hierbei jedoch keine Gefährdung festgestellt beziehungsweise Bedenken erhoben, da die Auflieger keine Ölvorräte beziehungsweise andere schädliche Stoffe beinhalten", so Benz. Es sei außerdem geplant, dass ein Stück Wiese befestigt wird. Ein entsprechender Bauantrag ist bei der Stadt Pegnitz allerdings noch nicht eingegangen.

Ein paar Lkw stehen auf befestigtem Grund. © Luisa Degenhardt


Hans Hümmer, Werkleiter der Juragruppe, weiß von der Situation in Bronn. Seit eineinhalb Jahren hat die Firma Geissel Export dort einen Standort. Laut Hümmer ist nicht die vorbeiführende Leitung das Problem. "Leitungen müssen völlig abgeschlossen werden. Die Rohre müssen so dicht sein, dass von außen nichts rankommt", sagt Hümmer. Doch es bestehe die Gefahr, dass die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigt wird.

Das Firmengelände liege im Einzugsgebiet der Veldensteiner Mulde. Aus dieser beziehe die Stadt Nürnberg ihr Wasser, genauso wie die Juragruppe, die Betzensteingruppe und die Riegelsteingruppe. "Es ist kein Schutzgebiet, aber es muss gewährleistet sein, dass kein Öl austritt", so Hümmer. Für ihn ist es das nicht. "Man muss diesen Bereich als sensiblen Bereich einstufen und ungemein aufpassen, dass dort keine Verschmutzungen stattfinden", so der Werkleiter der Juragruppe. 

Luisa Degenhardt Redaktion Nordbayerische Nachrichten Pegnitz und Auerbach E-Mail

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