Sonntag, 24.03.2019

|

Buchauer Bach wird bespiel- und erlebbar

Aktuell laufen die Tiefbauarbeiten dafür — Kurzzeitige Sperrungen von Zufahrten sind unvermeidlich - 13.03.2019 13:00 Uhr

Michael Albus vom Amt für ländliche Entwicklung (mit gelber Weste) erläuterte in Buchau die nächsten Maßnahmen der Dorferneuerung. Mit im Bild auf der Brücke über den Buchauer Bach sind Bauleiter Jürgen Riedlbauer (v. li.), Hans-Günther Böhmer und Hans-Ulrich Warber. © Foto: Klaus Altmann-Dangelat


Nachdem die Ortsumgehung und ein neuer Bolzplatz gebaut worden sind und die Bereiche Erlbachstraße und Kirchenweg (mit neuer Brücke über die Fichtenohe) erneuert wurden, ist nun die Dorfmitte an der Reihe. Im September 2018 war bekannt geworden, dass die Ausschreibung Mehrkosten von insgesamt fast einer Million Euro ergeben hat. Für die Stadt bedeutet das 410 000 Euro mehr als bis dahin eingeplant waren. In einem Nachtragshaushalt wurde der auf gut 940 000 Euro gestiegene Kostenanteil der Kommune auf die Finanzpläne bis 2020 verteilt.

Bei einem Ortstermin gestern am Feuerwehrhaus waren die Finanzen aber kein Thema. Da ging es um die künftige Gestaltung des Mittelpunktes des Dorfes, dem Buchauer "Plärrer", der mittlerweile auch von einer modernen Wohnanlage gegenüber des Gerätehauses geprägt wird. Der zentrale Platz selbst wird sich wenig ändern. Die Planer richten ihr Augenmerk vor allem auf den Verlauf des Buchauer Baches, der zur Fichtenohe fließt. Das Gewässer soll – so weit möglich – sichtbar und zugänglich werden, bis hin zum Gerätehaus. Aus diesem Grund wird der Brunnen versetzt und der bisherige überdachte Wartebereich abgerissen.

Oberhalb des Feuerwehrhauses ist ein Bereich vorgesehen, in dem Kinder spielen können – dabei soll das Wasser miteinbezogen werden. Unter der Straße wird der Bach verrohrt, um dann in der Nähe des neuen Wohnkomplexes wieder an die Oberfläche zu kommen – bis hin zur kreuzenden Erlbachstraße. Hier wird am Straßenrand auch das neue Buswartehäuschen aufgestellt – für die Kinder, die am Morgen in Richtung Pegnitz fahren.

Die Bachgestaltung ist aber der zweite Schritt, der erst nächstes Jahr an der Reihe ist. Aktuell müssen viele Tiefbauarbeiten erledigt werden, etwa die Erneuerung der Kabel und Rohrleitungen in der Hofgasse und im Talweg, dann der Straßenbau und die Gestaltung der Randbereiche. Gehwege und Fahrbahnen werden erneuert.

Die Auftragssumme für diese Arbeiten beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro. Dazu kommen noch 250 000 Euro für die Entsorgung. Die oben beschriebenen Veränderungen schlagen wohl mit etwa 280 000 Euro zu Buche. So ergibt sich die Gesamtsumme von zirka zwei Millionen Euro. Wobei die Maßnahmen Bach und Spielplatz 2020 erst noch ausgeschrieben werden müssen. Hier wird für die Sicherheit der Kinder auch ein Gehweg entlang der Straße Hirtenanger mit eingeplant. Um den Spielplatz zusätzlich zur Straße abzugrenzen, sollen dort auch mehrere Bäume gepflanzt werden. Andernorts werden kranke Bäume gefällt, wie mit der großen Esche in der Hofgasse geschehen.

In Abschnitten

Baurat Michael Albus vom Amt für ländliche Entwicklung (Ale) erklärte vor Ort, dass die Arbeiten abschnittsweise unter Vollsperrung für den Verkehr erfolgen werden. Der Anlieger- und Lieferverkehr soll – soweit machbar — möglich sein. "Behinderungen und kurzzeitige Sperrungen von Grundstückszufahrten werden leider nicht zu verhindern sein", so Albus. Er bittet die Anlieger und Landwirte schon im Vorfeld um Verständnis.

Kein Thema mehr ist der vormals geplante Hochwasserdamm im Teufelsgraben, westlich der Ortschaft. Albus sagt dazu: Das Wasserwirtschaftsamt in Hof habe sich dagegen ausgesprochen, weil der Damm nur im Ausnahmefall eines 100-jährigen Hochwasser geholfen hätte. Stattdessen wird nun ein Weg gebaut, der die Talmulde queren wird. 

KLAUSALTMANN-DANGELAT

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Buchau