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Bundestagswahl 2013: Koschyk gewinnt in Bayreuth

Der Favorit holt sich mit deutlichem Vorsprung das Direktmandat - 22.09.2013 22:58 Uhr

Fröhliche Gesichter auf der CSU-Wahlparty: Bayreuths designierter Direktkandidat Hartmut Koschyk, Gudrun Brendel-Fischer, Hermann Hübner (v.l.) können richtig feiern. © Andreas Harbach


Die SPD-Kandidatin Anette Kramme war kaum eine Konkurrenz für den Lokalmatador. Die 45-Jährige kam nur auf 25,7 Prozent der Stimmen, zeiht aber über die Landesliste in den Bundestag ein.

Auch bei den Zweitstimmen liegt die CSU weit vorne. Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kann die Union 49,5 Prozent der Wählerstimmen verzeichnen. Die SPD kommt auf 23,2 Prozent, die Grünen erreichten 6,8 Prozent. Die FDP konnte wie im Rest der Bundesrepublik nicht punkten und landete bei 4,8 Prozent. Die AfD erhielt im Bayreuther Wahlkreis 3,8 Prozent, die Linke 3,3 Prozent. Die Freien Wähler landeten nach auszählung der Stimmen bei 3,0 Prozent.

Diese Kandidaten standen zur Wahl:

Geht es um den Wahlkreis Bayreuth, fällt zwangsläufig irgendwann der Name Hartmut Koschyk (CSU). Bereits zum sechsten Mal tritt der 54-jährige Forchheimer für den Bundetag an, seine Entthronung würde eine Zäsur bedeuten. Bei der Bundestagswahl 2009 kam der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium auf über 50 Prozent.

Koschyk nimmt kein Blatt vor den Mund. ist er der aktivste Redner im Deutschen Bundestag. Dabei spricht der 54-Jährige am Liebsten über Wirtschafts- und Steuerpolitik. Förderung des Mittelstands, neue Arbeitsplätze und eine solide Landwirtschaftspolitik sind seine Ziele für die kommende Legislaturperiode. Koschyk versteht sich als "Anwalt des Nürnberger Landes".

Den Weg über ein Direktmandat hat Anette Kramme noch nie eingeschlagen. Seit 1998 ist die in Essen geborene SPD-Politikerin stets über die Landesliste in den Bundestag eingezogen. Im Schatten ihres Konkurrenten Koschyk steht die 45-jährige Rechtsanwältin deswegen aber noch lange nicht. Gegen Leiharbeit, für feste Arbeitsverhältnisse - Jobs sind das Revier, in dem Kramme punkten kann - und will.

Gute Chancen auf einen direkten Einzug in den Bundestag hatte auch Hermann Hiery nicht. Der FDPler arbeitet als Professor für Neueste Geschichte an der Universität Bayreuth und sitzt für die Liberalen auch im Kreistag. Er ist überzeugtes Mitglied der Liberalen, sieht die Leitlinien der Partei aber nicht als unumstößliche Dogmen. Einem Mindestlohn zum Beispiel steht er aufgeschlossener gegenüber als andere Politiker in seiner Partei.

Für die Grünen trat Sabine Steininger an. Seit dem Frühjahr ist sie Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayreuther Stadtrat. Die 47-Jährige setzt sich vor allem für die grünen Kernthemen Umwelt, Energie und Energiewende ein. 

Für DIE LINKE trat Tilman Schiel an. Der 69-Jährige Rentner will sich für die schwachen Bürger einsetzen. Er steht für einen Mindestlohn und will eine entsprechende Steuer für Großverdiener.

Außerdem traten an: Dirk-Gernot Marky (Piraten), Harald Bestehorn (NPD) und Tobias Matthias Peterka (AfD). 

tl/cun

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