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Donnerstag, 21.06.2018

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Burg Rabenstein: Pflanzen dienten zum Färben von Stoffen

Beim Mittelaltermarkt ist auch ein mobiler Kräutergarten zu sehen - 01.06.2018 18:25 Uhr

Das manuelle Kinderkarussell ist eine Schau beim Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein und immer belegt (Foto links). Originell aber auch lehrreich: Der mobile Kräutergarten des Mittelalters, den der Gößweinsteiner Koch Philipp Bauer aufgebaut hat. © Thomas Weichert


Sonst waren Nadja und Karsten Thiem Nadja Thiem als Darsteller immer bei der Mittelaltergruppe "Domini Francorum" dabei, nun haben sie sich aber einen Lebenstraum erfüllt. Erstmals kamen die Thiems mit einem orientalischen Mokkazelt als Händler zum Markt. Seit vielen Jahren hatten die beiden leidenschaftlichen Tee- und Kaffeetrinker die Idee, sich damit selbstständig zu machen. Den Mokkastand hat Karsten Thiem selbst gebaut; die Geschäftsidee kommt bei den Marktbesuchern gut an.

Nicht nur Tee und Kaffee finden reißenden Absatz, sondern auch das orientalische Gebäck, das sie von einer libanesischen Großbäckerei aus Berlin beziehe, die sich darauf spezialisiert hat. Was Nadja Thiem besonders gut gefällt ist, dass es sehr viel Programm für die Besucher gibt.

Das erste Mal dabei ist auch Korbmacherin Andrea Mohr aus Redwitz. Ihre kleine Firma hat sie "Flechtphantasie" getauft und besonders gut gehen die Flechtkörbe in allen Größen. Den Markt findet sie sehr schön und vor allem authentisch. "Als Neuling fühlt man sich hier sehr wohl", sagt Mohr.

Denise und Gerald Smalla aus Villach in Kärnten hingegen kommen mit ihrem Almkäse und ihrer Wildwurst schon seit Jahren. "Das ist ein ganz toller Markt, denn sonst wären wir nicht so oft hier", schwärmt Denise Smalla, als sie einen ihrer Käsesorten präsentiert den sie den "Stinkenden Senner" genannt hat.

Das manuelle Kinderkarussell ist eine Schau beim Mittelaltermarkt auf Burg Rabenstein und immer belegt (Foto links). Originell aber auch lehrreich: Der mobile Kräutergarten des Mittelalters, den der Gößweinsteiner Koch Philipp Bauer aufgebaut hat. © Fotos: Thomas Weichert


Geradezu originell, aber auch lehrreich ist der mobile mittelalterliche Kräutergarten, den Philipp Bauer aus Gößweinstein aufgebaut hat. Auf die Idee kam der Koch weil seine Auszubildenden die alten Kräutersorten nicht kannten. Wer weiß heute noch, wozu die Pflanzen "Färberwau", "Färberkrapp" und "Färberwaid" gut sind. "Zum Färben von Stoffen", erklärt Bauer den Besuchern.

Marco König und Sandra Manke vom Kreuzfahrerlager zu Regensburg, das sich "Ratisbona 1250" nennt, wissen, wie diese Pflanzen im Mittealter als Medizin angewandt wurden. Sie sind nämlich Medizinkundige und Hospitaliter. "Die Atmosphäre auf diesem Markt ist gemütlich und familiär", sagt Marco Köni,g der seit sechs Jahren noch keinen Markt verpasst hat. Was bei den Besuchern immer gut ankommt ist der Auftritt des Gauklers und natürlich die Feldschlachten der Ritter sowie die große Feuershow am Abend. Und bei den Kindern die Gauklerschule und das handbetriebene Kinderkarussell. 

THOMAS WEICHERT

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