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Das Einzugsdatum hängt noch ab vom Bauantrag auf Nutzungsänderung des Anwesens sowie von der Bewertung des von den Anwohnern angesprochenen Schimmels, erklärte Bürgermeister Josef Springer. Der Antrag auf Nutzungsänderung liege seit dem 14. Januar bei der Gemeindeverwaltung vor. Er sei allerdings in einigen Punkten noch ergänzungsbedürftig, sagte der Rathauschef.
Bereits im Vorfeld und unmittelbar nach der Informationsveranstaltung im Rathaus haben sich eine Reihe von Bürgern angeboten, bei der sozialen Betreuung der Asylbewerber mitzuwirken. Einer davon ist Peter-Michael Meng, der sich im Vorfeld auch sehr besorgt geäußert hatte wegen einer möglichen Schimmelbelastung des Gebäudes. Zur Vorbereitung wurde am 7. Januar im Rathaus zu einer Besprechung eingeladen, bei der Marianne Ermann aus Hersbruck über ihre langjährigen praktischen Erfahrungen in der Flüchtlingsbetreuung informierte. Die Neuhauser möchten zunächst konkrete Hilfen anbieten. Laut Springer gehe es darum, Ansprechpartner zu benennen und Hilfestellungen für die einfachen Dinge des Alltags zu geben. Dazu zählen Tipps zu den Themen Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung, Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und des Fahrkartenautomats sowie Fragen zu Kindergarten und Schule. Zur Besprechung „Soziale Betreuung“ waren neben privaten Helfern auch Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde und der katholischen Pfarrei, des ASB, der Grundschule, der Kindertagesstätte, des Sportvereins Neuhaus-Rothenbruck sowie die örtlich ansässigen Ärzte eingeladen.
Laut Bürgermeister Springer ist das Landratsamt lediglich für die Unterbringung und Versorgung der Asylbewerber zuständig. Ein Antrag auf eine staatlich geförderte Asylsozialberatungsstelle im Landkreis Nürnberger Land sei vom Bayerischen Ministerium für Arbeit und Sozialordnung jedoch abgelehnt worden. „Eine dezentrale Unterbringung vorzunehmen ohne eine gleichzeitige soziale Betreuung zu gewährleisten, ist eine ungute Situation“, findet der Bürgermeister. Er ist der Meinung, dass diese Aufgabe auf Dauer nicht von ehrenamtlichen Kräften übernommen werden könne.
Auch im Laufer Landratsamt weiß man derzeit noch nicht, wann mit einem Einzug der Asylbewerber in der Träger-Villa zu rechnen ist. Der Termin hänge laut Pressesprecher Dr. Rolf List vor allem von unter Umständen möglichen Schimmeltests und natürlich von der Baugenehmigung für die Nutzungsänderung ab.
Einfluss auf die Auswahl der künftigen Neuhauser Bewohner habe das Landratsamt laut List „im Grunde nicht“. Die Behörde könne — und werde — zwar Wünsche äußern, aber diese müssen nicht berücksichtigt werden oder können vielleicht auch gar nicht berücksichtigt werden. „Denn das hängt natürlich auch davon ab, welcher Personenkreis in Zirndorf untergebracht ist.“



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